Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 10. Oktober 2006, 21:06 Uhr

Borussia Dortmund hat auf Gasprom als Sponsor verzichtet


Logo: BVB 09 - Borussia DortmundVor einigen Tagen geisterte es durch die Gazetten: Der Verein FC Schalke 04 soll mit dem russischen Energiekonzern Gasprom (bzw. Gazprom) einen lukrativen Sponsoring-Vertrag abgeschlossen haben.

Auch in den Blogs finden sich Details – z.B. natürlich bei den Web-Junkies und auch im Bundesliga-Blog.

Einen interessanten Punkt dazu bringt die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) an die Öffentlichkeit:

„Vor etwa einem Jahr hatte Gasprom auch eine Zusammenarbeit mit Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund in Betracht gezogen. Aus Wirtschaftskreisen wie von einem hochrangigen Politiker sei ein Gesprächsangebot der Russen an ihn herangetragen worden, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Er habe mit Gasprom jedoch keinen Kontakt aufgenommen. „Diese Lösung wäre verlockend gewesen. Aber ich habe sie mit Blick auf unser unternehmerisches Gesamtbild als nicht so positiv angesehen. Ich wollte keine Schlagzeilen wie: Gasprom ante Portas.“ Rein wirtschaftlich betrachtet, hält Watzke den Coup des Konkurrenten jedoch für „sehr sinnvoll“. Es sei gut für die Bundesliga, „wenn Schalke finanziell alles im Griff hat, darüber freuen auch wir uns“.
Quelle: faz.net

Das finde ich amüsant – denn damit hat es anscheinend ein „Sponsoren-Wechseldich-Spielchen“ gegeben:
Nachdem bekannt wurde, daß die RAG (Ruhrkohle) neuer Sponsor von Borussia Dortmund wird, wurde auch schnell bekannt, daß die RAG auch mit Schalke in Gesprächen war. Die RAG hatte jedoch – so wurde berichtet – damals den Eindruck gewonnen, daß Schalke gar kein Interesse dran hatte.
Und jetzt umgekehrt der BVB mit Gasprom. Schon irgendwie amüsant.

Übrigens: Auch wenn ich bisher nicht gerade als Schalke-Fan verdächtig war – ich sehe es wie der Geschäftsführer des BVB: Es ist (für die gesamte Bundesliga) gut, wenn Schalke seine Finanzen im Griff hat. Gerade Watzke kennt sich gut in diesem Geschäft aus und weiß was hätte passieren können, wenn Schalke seine Zahlen nicht im Griff hätte…


12 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Alex @ 10. Oktober 2006, 21:21 Uhr

    Im Grunde hätte Gasprom als Sponsor bzw Finanzier der Borussen besser gepasst :)


  2. (2) Kommentar by Matthias K. @ 10. Oktober 2006, 21:37 Uhr

    Tatsächlich erstaunlich. Vor allem aber freue ich mich, dass Gazprom lediglich ein Sponsor ist und keinerlei Einfluß auf den kaufmännischen Bereich oder die sportlichen Belange des FC Schalke hat.


  3. (3) Kommentar by Rayson @ 10. Oktober 2006, 21:49 Uhr

    Schön fand ich auch das heutige Abzock-Gewinnspiel bei DSF:

    Wer ist neuer Hauptsponsor des FC Schalke 04?
    a) Gazprom b) Stadtwerke Dortmund

    btw.: Du weißt, was Borussen wie du und Herthaner wie ich gemeinsam haben?


  4. (4) Kommentar by El-Flojo @ 10. Oktober 2006, 21:56 Uhr

    Meiner Meinung nach haben die Fehlgläubigen sich damit ja den Antichristen persönlich aufs Trikot geholt…


  5. (5) Kommentar by Jens @ 10. Oktober 2006, 22:18 Uhr

    @Alex: 😉

    @Matthias: Ich hoffe es mal. Aber die Regularien hierzulande sind ja recht eindeutig.

    @Rayson: Witziges Gewinnspiel. Möchte wissen, ob da jemand falsch geantwortet hat.
    Gemeinsamkeit? Fällt mir jetzt gerade nicht auf/ein.

    @El-Flojo:
    Naja, wieso Antichrist? Geht’s um Microsoft? *grins*


  6. (6) Kommentar by Rayson @ 10. Oktober 2006, 23:07 Uhr

    @Jens

    Die Gemeinsamkeit besteht in der Einstellung gegenüber einem gewissen Fußballverein, von dem hier schon die Rede war :-)


  7. (7) Kommentar by Matthias K. @ 10. Oktober 2006, 23:20 Uhr

    Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass die Schalker beide Vereine nicht leiden können. Die Einstellung den Borussen gegenüber ist in den letzten Jahren allerdings schon fast spielerischer Natur, wohingegen die Berliner fast abgrundtief gehasst werden.

    Gott sei Dank habe ich mit derlei Fantum nichts am Hut.


  8. (8) Kommentar by Jens @ 10. Oktober 2006, 23:23 Uhr

    Gibt es bei Schalke-Berlin nicht irgendeine uralt-Geschichte, die der Grund für diese Dissonanzen ist?


  9. (9) Kommentar by Matthias K. @ 10. Oktober 2006, 23:40 Uhr

    Genau wissen es wahrscheinlich nur die Fans der Hertha, der Hass der Schalker ist nur eine Reaktion auf das Auftreten der Hertha-Anhänger.

    Ein Erklärungsversuch findet sich hier und ein weiterer hier.


  10. (10) Kommentar by Kai @ 11. Oktober 2006, 11:59 Uhr

    Ich sag nur Bundesligaskandal und FC Meineid….und Matthias, glaubst Du wirklich, das ein Unternehmen wie Gazprom keinen Einfluss nehmen kann, wenn sie soviel Kohle bezahlen – die wollen IMMER einen adäquaten Gegenwert dazu haben. Auch die in der Presse kolportieren möglichen 125 Millionen in 5 Jahren ist ein Witz. Warscheinlich nur auszahlbar, wenn Schlake Deutscher Meister, Pokalsieger und CL-Gewinner wird, und zwar alles gleichzeitig an einem Tag. 😀


  11. (11) Trackback by Bundesliga-Blog @ 13. Januar 2007, 18:22 Uhr

    Schalke und Gazprom machen gemeinsame Sache…

    Die Spatzen pfiffen es ja schon von den Dächern: Gazprom will mit Schalke in die Bundesliga. Heute hat es Schalke dann auch offiziell bestätigt und den Energiekonzern Gazprom als Hauptsponsor präsentiert. Die Chance hatte auch der BVB, d…


  12. (12) Kommentar by Jürgen @ 25. Februar 2008, 10:43 Uhr

    Naja mittlerweile sieht man es ja das gazprom kaum geld für neueinkäufe fließen lässt was haben die schalker denn in der letzten zeit eingekauft bis auf sanchez ?


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.