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Jens Matheuszik — 19. September 2006, 17:59 Uhr

Friedrich Küppersbusch begründet das Nein der FDP zum Libanon-Einsatz


In der tageszeitung (taz) gibt es regelmäßig die Rubrik Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?, bei der der TV-Produzent und ehemalige Moderator Friedrich Küppersbusch auf aktuelle Fragen der Woche reagiert.

Grundsätzlich ist eigentlich jede Ausgabe davon ein Lesegenuss, aber diesen Montag war es besonders gut, als das Thema auf den Libanon-Einsatz der Bundeswehr und der dazugehörigen Abstimmung im Bundestag kam:

taz: Die FDP wird mit Nein stimmen, obwohl Zweidrittel ihrer Wähler für den Einsatz sind. Warum fährt die FDP diesen Kurs?

Friedrich Küppersbusch: Weil’s nichts kostet. Und natürlich taugt die Parteinahme in diesem Konflikt dazu, dem deutschen Waffenhandel, der bisher mit allen Konfliktbeteiligten blüht, Einbußen zuzufügen.

taz: Glaubt eigentlich jemand, dass die neue Skepsis der FDP zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr etwas anderes als Taktik ist?

Friedrich Küppersbusch: Es ist ausdrücklich keine Skepsis gegen Auslandseinsätze, denen schließlich die FDP noch unter Kohl am Balkan die Tür geöffnet hat. Es ist Kalkül auf Umfragewerte, es ist Ätsch gegen die Grünen, es steht in der Tradition führender Deutsch-Araber wie Genscher und Möllemann, und es ist der Kauf einer Option, beim ersten „Gefallenen“ laut „Siehste! Siehste!“ zu rufen.

Schöne Aussage. :)


3 Kommentare »

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