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Jens Matheuszik — 4. September 2006, 23:32 Uhr

Bin ich ein Millenial?


Durch einen für das Blogstipendium aufgewärmten (d.h. ursprünglich schon vor einigen Wochen veröffentlicht; dadurch kann man tendenziell mehr Stimmen beim Blogstipendium erhalten) Beitrag bin ich auf die bisher für mich nicht essentiell wichtige Frage „Bin ich ein Millenial?“ aufmerksam geworden.

Bisher wußte ich nicht einmal was ein Millenial ist, aber plumpaquatsch schreibt dazu:

Unter „Millenials“ versteht man laut „Jetzt“ die heutige Generation Jugendlicher im Alter zwischen 16 und 25 Jahren.

Na den Test will ich dann auch mal machen, obwohl ich ja auch schon diese Generation eigentlich überschritten habe:

Du bist ein Millennial, wenn…

1… du nicht mehr als zwei Telefonnummern auswendig kennst. Du hast ja schließlich alle in deinem Handy gespeichert – und so immer dabei.
0:1 – kein Millenial.
Ich kenne eigentlich relativ viele Telefonnummern gerade aus meinem Freundeskreis auswendig. Bei denen kenne ich sogar teilweise neben den Festnetznummern auch die Handynummern!

2… du in deinem Leben bereits mehr Latte Macchiato to go verzehrt hast als typisch deutsches Eisbein mit Sauerkraut.
Ich habe glaube ich – Sakrileg! Sakrileg! – noch nie Latte Macchiato getrunken… aber diverse andere Sachen bei so Läden wie Starbucks. Und Eisbein und Sauerkraut ist eine Speise, mit der man mich jagen kann.
Lassen wir es mal generös beim 0:1 stehen.

3… du schon mehr als einmal darüber nachgedacht hast, dein Geld in Aktien statt auf dem Sparbuch anzulegen.
Drüber nachgedacht habe ich schon. Auch mehr als einmal.
Ausgleich: 1:1

4… du deinen Eltern schon mal den Klingelton an ihrem Handy geändert hast.
Ja. Kurz bevor ich auch den „Lautlos“-Modus erklärt habe. 2:1

5… du noch nicht genau weißt, was du in einem Jahr machen wirst. Geschweigen denn, woher dann dein Geld kommt.
Doch, ich denke ich weiß, was ich in einem Jahr mache.
Erneuter Ausgleich: 2:2

6… du schon häufiger darüber nachgedacht hast, ob du dir einen Bart stehen lassen oder die Haare färben lassen sollst als dass du mit dem Gedanken gespielt hast, in eine Partei einzutreten.
Witzig. Sowohl den Gedanken des Haarefärbens als auch den Gedanken des Parteieintrittes habe ich Taten folgen lassen. 😉
Ich bleib mal zur Sicherheit beim Unentschieden.
Ach ja: Bart geht gar nicht.

7… du mindestens fünf MP3s auf deinem Rechner hast, die du nicht gekauft hast.
Also wenn ich eine legal gekaufte CD ohne Kopierschutz in iTunes lade und daraufhin dann MP3s erstellt werden – die sind dann ja auch nicht gekauft, oder?
3:2

8… du mehr Menschen aus angeblichen Randgruppen (Ausländer, Schwule etc.) kennst als solche Menschen, die den Begriff „Randgruppe“ benutzen.
Randgruppe? Gibt es das als Begriff noch? Ich bleibe beim 3:2 da ich die Frage doof finde.

9… du echt keine Probleme damit hättest, wieder bei deinen Eltern einzuziehen.
Hier zitiere ich wörtlich plumpaquatsch: „Ich bin noch nicht mal ausgezogen…“ – 4:2

10… der Begriff „Instant“ für dich zu „Instant Messenger“ gehört und sicher nicht zu Instant Kaffee.
Da ich eigentlich keinen Kaffee trinke, dafür aber den AOL Instant Messenger manchmal nutze ist die Antwort klar. 5:2

11… du bis jetzt noch keine einzige feste Verabredung für die nächste Woche hast, aber trotzdem sicher weißt, dass du alle deine Freunde treffen wirst. Ihr telefoniert halt kurzfristig nochmal.
Nö, so ganz der spontane Mensch bin ich nicht, und nicht alle Freunde sind hier direkt vor Ort erreich- und besuchbar.
5:3

12… diese Begriffe für dich ganz normal sind – und du ernsthaft nicht verstehst, warum man darüber diskutieren soll: skypen, googlen, smsen.
Ich müßte höchstens drüber diskutieren, wenn ich z.B. mit meiner Mutter drüber reden würde. 6:3

13… du mehr digitale Fotos besitzt als Papierbilder.
Ich glaube digital führt vor analog bei mir. 7:3

14… du ehrgeizig bist und Erfolg haben willst, Karriere aber für dich anders definiert ist als noch für deine Eltern: Karriere heißt für dich am ehesten, einen Job zu haben, mit dem du dich identifizieren kann und bei dem du mit Menschen zusammenarbeiten kannst, die du irgendwie magst.
Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, wie a) meine Eltern Karriere definieren und b) wie ICH Karriere definiere.

15… es eigentlich dein Traum ist, mit Freunden ein eigenes Business zu aufzuziehen.
Die Idee hatte ich schon mehrfach. Nur der Geschäftsbereich war irgendwie nicht gefunden… 8:3

16… du eine sehr gute Ausbildung hast.
Ich glaube schon. :) 9:3

17… die aber lange dauert, in jedem Fall länger als bei deinen Eltern.
Ist damit jetzt die gesamte Zeitspanne zwischen Abitur und Ausbildungsende/Arbeitsbeginn gemeint? Falls ja, dann wäre es sicherlich länger. Ansonsten nein. Bleiben wir lieber beim Unentschieden.

18… du dich über neue technische Entwicklungen freust und auch bereit bist, Geld dafür auszugeben. Überhaupt, hast du die weiße PSP schon gesehen?
Klar! Aber wer will eine PSP, wenn eine Wii demnächst herauskommt? 😉 10:3

19… du dich ehrenamtlich engagierst, sei es als WM-Volunteer, als Wahlbeobachter in Afrika oder im Tauschring vor Ort.
Warum Wahlbeobachter in Afrika wenn man den ganzen Kram auch vor Ort erleben kann? 11:3

20… du, statt dich auf die Politiker zu verlassen, selbst nach pragmatischen Lösungen und Alternativen suchst und die Möglichkeiten der digitalen Demokratie nutzt, um deine Meinung zu sagen.
Nutze ich. Sicherlich. Das müßte mehr als einfach zählen. Dennoch nur: 12:3

21… du um die Komplexität der Welt weißt und einfachen Lösungen und Schwarzweißdenken misstraust.
Warum jetzt gerade die Generation der „Millenials“ auch Graustufen kennen sollte, weiß ich zwar nicht, aber auch ich kenne diese. 13:3

22… und dich auf keinen Fall auf so etwas Endgültiges wie Familie festlegen kannst.
Jupp. 14:3

23… dir beim Stichwort Hobby sehr lange nichts einfällt.
Jein… werte ich mal als Unentschieden, da ich die Standard-Hobbys nicht nennen will.

24… du Sätze sagst wie „Das will ich auf jeden Fall auch – irgendwann einmal.“
Ja, eindeutig. 15:3

25… diese Sätze die Antwort auf diese Fragen sind: „Kinder? Hochzeit? Fester Job?“
Eher nicht… 15:4

26… du bei den wenigen Verträgen, die du bisher unterschrieben hast (Handy, Arbeit, Fitness-Studio), immer das Gefühl hattest, fortan irgendwie in Ketten zu leben.
Zuletzt eher bei Sofas… zählt aber sicherlich nicht ganz.

27… das Wort Lebensversicherung in deinen Ohren klingt wie „Beton“.
Eher wie „lästige Pflicht“. 15:5

28… du das Gefühl hast, dir steht die ganze Welt offen, leider aber nicht ganz sicher bist, was du mit ihr anfangen sollst.
Nicht wirklich… 15:6

29… du manchmal gerne jemanden hättest, der dich an die Hand nimmt und durchs Leben führt.
Nur in wenigen Situationen. Steuererklärung und ähnlicher Kram. 😉

30… du zugeben musst, keine Idole zu haben. Abgesehen von deinen Eltern.
Nee… 15:7

Demnach bin ich also doch noch ein Millenial. :)


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