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Jens mobil — 4. August 2006, 20:07 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen…




… so könnte man die Geschichte um den abgebildeten 500 Euro-Schein betiteln.

Aber fangen wir von vorne an:

Die Küche in der neuen Wohnung wurde ja leider nicht korrekt geliefert:

Nicht nur, daß die Granit-Arbeitsplatte mal eben um ca. 10 cm (!) falsch geschnitten wurde – die komplette Kühl-/Gefrierkombination funktioniert nicht.

Ansonsten kann ich (bis dato jedenfalls) nicht klagen, denn die Lieferung und Montage erfolgte recht zügig und die Leute waren sehr freundlich und zuvorkommend.

Die beiden Fehler z.B. wurden ja auch sofort von den beiden Monteuren im Übergabeprotokoll erwähnt.

Ein paar Stunden nach der Montage rief dann jemand von Astroh an. Ich dachte natürlich, daß es um die beiden Mängel gehen würde und war überrascht, wie schnell man sich meldet. Es muß schließlich eine neue Arbeitsplatte angefertigt werden und in Sachen Kühlschrank muß sich wohl erst noch der Werkskundendienst das Gerät anschauen.

Doch ging es Astroh nicht um die Mängel, sondern um die Bezahlung:

Nach der Anzahlung vor einigen Wochen sollte der Rest nach ordnungsgemäßer Lieferung und Montage gezahlt werden. Aufgrund der Mängel habe ich nicht komplett gezahlt, sondern 500 Euro zurückgehalten. Entsprechend wurde bei der Küchenabnahme die Quittung abgeändert.

Die Astroh-Mitarbeiterin wollte jetzt von mir wissen, ob ich nicht aus Versehen(!) doch die eigentliche Summe, ohne die Minderung von 500 Euro, gezahlt hätte. Man hätte nämlich 500 Euro zuviel in der Kasse und vermutete jetzt, daß es sich dabei um die 500 Euro handelt, um die ich die Zahlung gemindert hätte.

Ich erklärte wahrheitsgemäß, daß ich mir das nicht vorstellen könne und ja auch der Monteur selber das Geld gezählt hätte; außerdem hatte ich ja noch 500 Euro… Die Astroh-Mitarbeiterin meinte dann, daß halt 500 Euro zuviel da wären und sie bei Astroh der Meinung wären, daß ich doch schon aus Versehen komplett gezahlt hätte. Wahrscheinlich hätten ein paar Scheine aneinander gepappt, sowas könne ja passieren.

Ausschließen wollte ich das ganze nicht – ich selber hatte das Geld, was in einem Umschlag war, nicht von der Bank geholt.

Ich antwortete ehrlicherweise, daß ich eigentlich korrekt – also mit Abzug – gezahlt hätte. Aber ich könne es nicht zu 100 % ausschließen, daß ich aus Versehen doch zuviel gegeben hätte.

Die Astroh-Mitarbeiterin erklärte mir dann, daß sie schon das Geld für mich verbucht hätten und ich somit die restlichen 500 Euro nicht mehr zu zahlen hätte.

Doch wie gewonnen so zerronnen – denn heute rief mich jemand anderes von Astroh an und erklärte mir, daß nach einem Kassensturz festgestellt worden sei, daß doch nicht 500 Euro zuviel vorhanden wären und das wohl daher gestern ein Irrtum gewesen wäre…

… nun, ich ging ja eh davon aus, daß es ein Fehler war, der sich schnell aufklärt.

So war es dann auch – schade eigentlich, denn angesichts der noch zu tätigenden Anschaffungen wäre das eine willkommene Geldspritze gewesen.

Faszinierend nur, daß die Mitarbeiterin einen Tag zuvor mich regelrecht überzeugen wollte, daß es sich um mein Geld handelt – und noch faszinierender, daß man bei Kunden anruft und ihnen solch frohe Botschaften überbringt, wenn man noch keinen Kassensturz durchgeführt hat.


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