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Jens Matheuszik — 23. Juli 2006, 15:51 Uhr

Lyssa, WAZ, WestEins, Merkel & Blogs: Viel Lärm um nichts


Eigentlich sollte dieser Beitrag schon vor einigen Tagen veröffentlicht werden – aber aus Zeitgründen kam ich leider nicht dazu. Besser spät als nie – daher jetzt:

Das was in den letzten Tagen und Wochen in einzelnen Blogs rund um Katharina Borchert aka Lyssa von Lyssa’s Lounge abgeht finde ich … merkwürdig. Seltsam wäre vielleicht auch richtig, denn ganz nachzuvollziehen ist das nicht. Man hat fast den Eindruck, daß des Kardinal Joseph Ratzingers ehemalige Wirkungsstätte (die Kongregation für die Glaubenslehre – die Nachfolgerin der gefürchteten Inquisition) sich inzwischen auch im Internet betätigt…

Eigentlich hatte ich vor bzgl. der WAZ/WestEins-Geschichte eine Art „Blog- & Presseschau“ zu machen, aber die ist aus Zeitgründen erstmal vertagt. Diesen Artikel gibt es jetzt, da ich mich in den letzten Tagen habe ich mich mehr und mehr über manche Vorwürfe gewundert und manchmal sogar ein kleines bißchen aufgeregt habe.

Schön wenigstens, daß manch beleidigender Unterton und manches negative, angreifende Attribut inzwischen in der Diskussion nicht mehr genutzt wird, sondern Argumente in die Diskussion gekommen sind. Zwar teile ich die nicht (immer), aber besser so als wenn man sein Gegenüber nur noch mit Worten abwertet.

Jetzt aber zum eigentlichen „Inhalt“:

Katharina Borchert aka Lyssa und die WAZ (WestEins, WAZ Live oder wie auch immer)
Natürlich freue ich mich generell wenn jemand den ich indirekt (also bisher nur aus dem Internet) kenne und schätze irgendwo einen guten Posten bekommt: So ist es ja bei Katharina Borchert (aka Lyssa), die Chefredakteurin des neuen Internet-Projektes der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) wird. Das macht die Befürworter dieser Aktionen aber nicht gleich zu „Jubelpersern“, die gleich alles andere im weiten Umfeld über den grünen Klee loben.

Denn ich persönlich bedaure die Schließung mehrerer Lokalredaktionen durch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) sehr, da ich sie für falsch halte.

Die Berufung von Lyssa zur neuen Chefin von WestEins und dann auch zur stellvertretenden Chefredakteurin der WAZ an sich sehe ich jedoch nicht unbedingt im selben Kontext, denn wie (leider fast nur) die taz in einigen Artikeln wie z.B. diesem berichtete, scheint es da vielmehr um eine Absprache von verschiedenen im Ruhrgebiet tätigen Verlagen zu sein (siehe auch diesen Bericht hier im Pottblog).

Daß jedoch teilweise da ein Zusammenhang gesehen wird, der meiner Meinung nach jedoch nicht direkt gegeben ist, kann ich verstehen. Das Verständnis hört jedoch dann auf, wenn es dann weiter zu wildesten Spekulationen kommt.

Lyssa und das vermeintliche Vitamin B-orchert
Wenn z.B. hier in den Kommentaren vermutet wird, daß Katharina Borchert die Stelle bei der WAZ nur über persönliche, politische Beziehungen bekommen hat, dann sollte da etwas mehr Fleisch am Knochen sein als nur, daß ihr Vater Jochen Borchert unter Helmut Kohl Landwirtschaftsminister war und dessen Anwalt Holthoff-Pförtner beim WAZ-Konzern die Interessen einer der beiden Eignerfamilien (der Familie Funke) vertritt. Ich denke Lyssas Erfahrungen im Internet, ihre Erfahrungen als Print-Autorin und auch als Chefredakteurin der Internet-Zeitschrift „das internet programm“ werden da viel eher eine Rolle gespielt haben. Denn wir leben nicht mehr im vergangenen Jahrhundert, wo man nur aufgrund des richtigen Namens oder Parteibuches eine besondere Rolle erhält.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Lyssa auf dem Ticket „Tochter des ex-Ministers“ (und jetzigen MdBs – lustigerweise des Wahlkreises, in dem die WAZ die sieben Redaktionen schließen wird) zur WAZ gekommen ist.
Hätte Lyssa über diese Art von Vitamin B Karriere machen wollen, hätte sie mal lieber in Bochum Wattenscheid und Umgebung bleiben und nicht nach Hamburg gehen – gerade in Hamburg haben nämlich CDU-Politiker und deren Beziehungen eigentlich (momentan sieht es da ja etwas anders aus) in den vergangenen Jahrzehnten nicht viel zu melden gehabt.

Abgesehen davon – Lyssa wurde eben nicht von der CDU-nahen Eignerseite mit dem Sprecher Holthoff-Pförtner einge- und beim strategischen WAZ-Dialog vorgestellt, sondern von Bodo Hombach, der ja u.a. 1998 dabei erfolgreich war Lyssas Vater den Arbeitsplatz (als Landwirtschaftsminister) zu nehmen, denn er hatte aktiv den Wahlkampf von Gerhard Schröder unterstützt und wurde auch vom späteren Bundeskanzler in sein Kabinett als Kanzleramtsminister berufen.

Streit im Hause WAZ
Als nächstes wird dann ein möglicher Streit innerhalb der der WAZ herumgetratscht. Der hätte sich alleine dadurch gezeigt, daß die Information über Lyssas Berufung vorab in der Welt am Sonntag verbreitet wurde (siehe auch diesen Artikel dazu). Nun ja, Geheimnisse bleiben eigentlich nur dann sicher Geheimnisse, wenn man niemanden davon erzählt. Insofern kann bei einem solchen Projekt es schon fast als Wunder gelten, daß erst so spät vorab darüber berichtet wurde. Aber ob da wirklich irgendwelche WAZ-Grabenkämpfe hinterstecken kann ich nicht beurteilen – kann mir jedoch kaum vorstellen, daß dann der WR-Chefredakteuer Klaus Schrotthofer die WamS-Meldung mit einem O-Ton veredeln würde.

Chefredakteurin qua Geburt?
Ist das Thema gegessen kommt dann die gleichzeitige Berufung Lyssas zur stellvertretenden Chefredakteurin der WAZ aufs Tableau der Gerüchte und Spekulationen. Erst einmal wird ihr hier die Kompetenz für abgestritten, nach dem Motto „Ja, sie hatte schon mal was geschrieben, aber war sie schon mal führend irgendwo tätig“. Das erinnert mich ein wenig an Henne und Ei – denn irgendwo müssen ja Chefredakteure mal herkommen, die werden ja nicht so geboren. Abgesehen davon, daß sie beim o.g. Internet-Magazin schon Chefredakteurin war.
Außerdem denke ich mal, daß Lyssa nicht alleine auf der Kommandobrücke von WestEins stehen wird. Ich vermute, daß da irgendein stellvertretender Chefredakteur als geschäftsführend tätig ist oder aber der Herausgeber bei bestimmten Dingen auch mitsprechen wird. Es glaubt ja wohl auch niemand, daß Franz Beckenbauer als alleiniger Chef des WM-OKs die Angelegenheiten rund um die Fußball-WM 2006 hier in Deutschland geregelt hat. Der hatte seine Vizepräsidenten dabei, von denen einer (Wolfgang Niersbach) nicht umsonst das Attribut „geschäftsführend“ trug.

Der Eintrag im Impressum – oder Kreml-Astrologie in Essen
Nachdem ihr dann die Kompetenz abgestritten wurde, wird dann die berühmt-berüchtigte Kreml-Astrologie herangezogen:
Damals, als sich der Westen und der Osten unversöhnlich und eine Hand am „Roten Knopf“ gegenüberstanden wußte man kaum über die internen Geschehnisse in der Sowjetunion Bescheid. Da man natürlich nach Informationen gierte mußten die politischen Deuter aus so Tatsachen wie „Politiker X ist in der Prawda mehrfach positiv erwähnt worden“ oder aber „Y ist bei der Beerdigung des verstorbenen Generalsekretärs ganz vorne zu sehen“ ihre Schlüsse ziehen.
Zwar gibt es bei der WAZ in Essen keinen Kreml – aber zumindestens etwas Rot als Farbe der WAZ gibt es noch (es gab ja einen Design-Relaunch) und so wird dann spekuliert, warum pünktlich zur WAZ-Veröffentlichung des neuen Online-Projektes Katharina Borchert schon als stellvertretende WAZ-Chefredakteurin im Impressum steht und einen Tag später schon wieder dort verschwunden ist.
Natürlich kann das mit Differenzen im Hause WAZ zu tun haben – vielleicht aber auch eher damit, daß Katharina Borchert erst am 01.08.2006 bei der WAZ anfängt und es irgendwie komisch wäre, wenn man sie dann schon vorher ins Impressum packt.

Ich vermute einfach mal, daß irgendein für den Druck Verantwortlicher sich den WAZ-Artikel über Lyssa durchgelesen hat, festgestellt hat, daß da Katharina Borchert als neue stellvertretende Chefredakteurin genannt wurde und – sapperlot! – im Impressum gar nicht drinsteht. Schnell ‚reinpacken, bevor der Chef diesen (vermeintlichen) Fehler sieht.
Erst einen Tag später stellt sich dann heraus, daß das ganze ja erst ab dem 01.08.2006 gilt – und insofern noch gar nicht ins Impressum sollte und daher wieder entfernt wird.

Die Variante halte ich jedenfalls für deutlich realistischer als die Verschwörungstheorie wo irgendwelche Paten aus ihren Villen in Bredeney oder Margarethenhöhe die Anordnung kam, diesen Vermerk unbedingt zu löschen.

Eine interessante Diskussion zum Thema Impressum kann man übrigens (u.a. vom Kommentator ruhrporter) in dem Beitrag Bodo Bodo im Blog Tom’s Diner lesen.
Ob es wirklich eine – wie hier beschrieben – Hausmitteilung Bodo Hombachs an die Mitarbeiter gibt – kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall hat meine diesbezügliche (Minimal-)Recherche als Ergebnis nur ein „kenne ich nicht“ ergeben.

Selbstzensur des Blogs vor Jobantritt bei der WAZ
Als nächstes werden dann der schon länger (das weiß ich aus Mails von ihr, die weit vor irgendwelchen strategischen WAZ-Diskussionsrunden geschrieben wurden) Umzug ihres Blogs Lyssa’s Lounge und die damit verbundenen technischen Probleme (die sich noch immer in Sachen wie

„Odd number of elements in hash assignment at lib/MT/App/Comments.pm line 68.
Use of uninitialized value in list assignment at lib/MT/App/Comments.pm line 68.“

manifestieren) in Zusammenhang mit einer „Selbstzensur“ für die WAZ-Eigner erwähnt. Nach dem Motto: „Lyssa hat alle ihre alten Blogeinträge gelöscht, damit da ja nix mehr peinliches zu ihr drin steht“. Ah ja… Lyssa fragt sich am Ende dieses Beitrages zwar selbst, ob die neue Aufgabe irgendwelche Konsequenzen für ihr Blog hat, aber gelöscht wurde da meines Wissens (ich lese da erst seit einigen Monaten regelmäßig mit) bisher nichts. Jedenfalls kann man weiterhin von Holzpenissen der verehrten Frau Mutter, PussyProsaPreisen und Zuhälternachbarn usw. lesen – also nix von „vorauseilender“ Zensur.

Lyssa besucht Angela Merkel im Kanzleramt
Über den bei xolo.tv veröffentlichten Videocast mit Lyssa zu Besuch bei Angela Merkel im Kanzleramt wurde schon an einigen Stellen was geschrieben. Die einen finden es gut, die anderen nicht. Schön bringt es Robert Basic hier wie folgt auf den Punkt:

„Irgendwie scheint es Differenzen bei der Wahrnehmung zu geben: Den bloggenden Journalisten ist es zu wenig journalistisch, den Spontanen ist es nicht spontan genug, Lyssa soll das Mikro schlecht gehalten haben, Lyssa soll gestanden und Angie gesessen haben, Lyssa soll dies gemacht, Lyssa soll das gemacht haben, Angie übernimmt die Weltherrschaft, weil sie jetzt so bloggisch erscheint, der Beraterstab hat alles geplant, Angie hat eigentlich keine Lust auf Videoblogs, macht es aber trotzdem, Angie will nicht das, Angie will nicht jenes. Seltsam, dass mir das viel zu viel Herumgeschwurbel um ein Video ist.“

Man kann ja von dem Video halten was man will – ich persönlich finde es z.B. ganz nett und unterhaltsam. Besser als der offizielle Merkel-Videopodcast ist das ganze auf jeden Fall… und auch für den Steuerzahler günstiger. 😉
Ich bin daber auch nicht mit falschen Voraussetzungen ran gegangen, denn ich habe keine Reinkarnation von Frank Plasberg (Hart aber fair) oder gar Friedrich Küppersbusch (ZAK) erwartet (die wohl einzigen Journalisten hierzulande, die dem Phänomen der „Christianseninierung“ bei der Gesprächsführung nicht zum Opfer gefallen sind).

Doch kann man etwas für eine journalistische Fehlleistung halten, was an sich gar nichts mit klassischem Journalismus zu tun hat?
Hierzu erklärte Lyssa in ihrem Blog ausdrücklich, daß diese Merkel-Aktion nichts mit der WAZ und irgendwelchen journalistischen Ansprüchen zu tun hatte.

Spontan, spontaner, am vorbereitetsten?
Egal, denn auch hier gibt es mal wieder Verschwörungstheorien, die von dieser Frage ablenken – und zwar ganz spontan:
Da wird im Video erwähnt, daß das Gespräch mit Merkel in dieser Form spontan ist. Gut. Nur zu gut für Verschwörungstheoretiker wenn in einem anderen Blog erwähnt wird, wie Lyssa sich auf das Interview vorbereitet hat. Das wäre dann ja nicht mehr spontan, sondern ein böser Betrug und überhaupt!

Wenn man jedoch sich das ganze bei Lyssa selbst durchliest, bekommt die ganze Sache eine Erklärung. Eine gute sogar:

Natürlich war ursprünglich nicht die Rede von einem spontanen Interview. Nebst einem Hintergrundgespräch rund um Blogs, Podcasts und Videocasts sollte es ein Interview geben. Ruhig auch mit harten Fragen. Wobei die Frage ist, inwiefern man einer Frau, die relativ nichtssagend und mit ihren Positionen lavierend sowohl Parteivorsitzende als auch Bundeskanzlerin geworden ist, überhaupt harte Fragen stellen kann. Da fällt mir immer der an die Wand zu nagelnde Pudding ein… (und auch wenn ich Pudding mag – das sollte kein Lob gegenüber Angela Merkel sein)

Dieses Interview wollte Merkel jedoch nach den anstrengenden Terminen rund um die Gesundheitsreform nicht. Verständlich – bei dem was dabei herausgekommen ist, wäre ich auch erst einmal frustriert. Stattdessen wurde das eigentliche Interview vertagt und ein lockeres Gespräch gemacht – und eben dies war (wie von Lyssa und Gabe (xolo.tv) beschrieben) spontan.

„Kann ja gar nicht so sein!“
Beiläufig wird immer wieder dann erwähnt, daß ein solches Gespräch gar nicht spontan ablaufen kann. Das wäre alles abgesprochen und haarklein geplant, anders geht es ja gar nicht.
Aha. Wer legt fest, daß es nicht anders geht? Steht das im großen „Videoblog-Buch für Kanzlerinnen, Teil 1: Planung eines Video-Blogs en detail, inkl. Fragestellungen, Einbindung von Gadgets wie einem Globus etc.pp.“?

Ich weiß natürlich, daß gerade die Personen aus der Entourage eines Spitzenpolitikers gerne die Kontrolle über jegliche Äußerungen hätten. Auch ich habe mich schon mit Referenten, Pressesprechern u.ä. Personen „herumgeschlagen“, die bei Diskussionsrunden mit Spitzenpolitikern vorab die einzelnen Fragen wissen wollten. Ich hab dann immer gesagt, daß ich gerne vorab verrate, daß ich z.B. nach einer Vorstellung des jeweiligen Gastes frage – mehr aber auch nicht. Meine Erfahrungen zeigen, daß gerade die politische Kaste im Internet-Bereich noch für „Experimente“ wie z.B. wirklich freie Interviews, Gesprächsrunden und Chats offen ist. Teilweise sind die sogar froh, daß da – ganz im Gegenteil zur Presse, wo Interviews gegengelesen und oft deutlich abgeändert werden – nicht hinterher alle interessanten Sachen als „nicht zitierfähig“ bezeichnet und daher gestrichen werden.
Insofern halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß das Gespräch in dieser Form wirklich spontan war. Seien wir mal ehrlich: Wenn man das ganze vorbereitet hätte, dann hätte man eine etwas schlauere Antwort von Merkel in Sachen iPod („sowohl die Bildqualität als auch die Tonqualität sind sensationell“) erwarten können, oder?

Das dieses Video dennoch seinen Wert hat erkennt man z.B. an dem Punkt, daß Angela Merkel da offen und ehrlich Kritik an ihrem eigenen Video-Podcast äußert. Wann kann sich jemand zuletzt an öffentliche Selbstkritik in der hohen Politik erinnern? Spontan fällt mir da jetzt gar nichts ein, insofern ist es schon mal ein Pluspunkt, wenn die Kanzlerin in Teilen ihre eigenen Video-Podcasts kritisiert.

… Merkel wird menschlicher!
Womit wir dann gleich beim nächsten Punkt in der Diskussion wären:
Ja, auch für mich wirkt Angela Merkel einen kleinen Tacken „menschlicher“ durch dieses Video. Ja, und? Es ändert nichts daran, was ich politisch von Angela Merkel halte. Da kann sie noch so oft in irgendwelchen Videoblogs auftauchen, noch so oft mit ihren Fehlern selbstkritisch kokettieren – das ist für mich kein Maßstab um Angela Merkel politisch zu beurteilen.
Denn auch das wurde vorgeworfen – Lyssa würde schließlich mit diesem Video eine sympathische Merkel zeigen und das wäre böse… da fragt man sich ja fast wo man ist. 😉

Kleiner Nachtrag: Teilweise wird ja bemängelt (sicherlich nicht ganz abwegig), daß Merkel „zu gut“ ‚rüber kommt. Also mir persönlich ist es ja sowas von egal, ob Merkel dort sympathisch erscheint oder nicht – aber ich finde Don Dahlmann bringt es in diesem Beitrag nett auf den Punkt:

„[…] Ich meine die Sache mit dem Globus: wie groß wäre das Gelächter gewesen, wenn man Bush im Oval Office neben einem Globus gefilmt hätte, und dieser hätte zu dem gesagt: „Da schau ich schon mal drauf, wenn ich nicht weiß, wie groß ein Land ist, Kongo zum Beispiel.“

Klassischer Journalismus vs. Blogs
Oftmals wird ja von klassischen Journalisten bemängelt, daß Blogs der Sache nicht richtig auf den Grund gehen würden, keine vernünftige Recherche betreiben und vor allem auch die Gegenseite nicht anhören. Da bekanntlich jede Geschichte mindestens zwei Seiten hat, habe ich Lyssa gefragt, ob das Angie-Interview – wie behauptet – nicht spontan gewesen wäre. Ihre Antwort:

„Bla. Was für ein Scheiß. Das ist das albernste, was ich bislang zu dem Thema gehört habe. Und es waren schon einige alberne Verschwörungstheorien zu dem Thema im Umlauf.“

Ich denke das ist mehr als deutlich.

So… jetzt bin ich langsam auch fertig mit diesem langen Artikel, es würde mich eh wundern wenn noch jemand bis hierhin gelesen hat. Falls ja: Danke für die Aufmerksamkeit. Man kann natürlich einige der Dinge anders sehen als ich – man muß jedoch meiner Meinung nach nicht immer nur das negative vermuten. Wer mehr Insiderwissen hat, wird sicherlich auch mehr dazu sagen können – insofern schon interessant, was ruhrporter in einigen Diskussionen (s.o.) bei Tom’s Diner geschrieben hat.

PS: Ich habe leider nicht viel verlinkt – alldiweil ich leider einige meiner Bookmarks dazu kürzlich bei einem Absturz verloren habe. Insofern weiß ich halt leider nicht mehr genau, in welchem Blog bzw. in welchem Kommentar die eine oder andere Verschwörungstheorie gepostet wurde.

PPS: Vielleicht sollte ich mal zur Sicherheit einen Disclaimer anfügen, nicht daß man mir hier unterstellt gewisse Interesen heimlich zu vertreten:

ad 1) Ich habe mit Lyssa eigentlich kaum was zu tun. Ich „kenne“ sie bisher eigentlich nur aus dem Internet, nachdem eine irgendwann im letzten Jahr geplante Bloggerlesung „auffem Hoff“ dann doch nicht stattgefunden hat. Eventuell Sehr wahrscheinlich werde ich sie jedoch demnächst bei einem Blogger-Treffen nach dem Motto „Willkommen zurück im Pott!“ treffen. Insofern denke ich, bin ich relativ unbefangen in dieser Angelegenheit. Und nein, in der Cola-WG war ich auch nicht und habe mich auch nicht erfolglos dort angemeldet.

ad 2) Wenn wir gerade bei der Familie sind: Mit Jochen Borchert habe ich nichts zu tun, ich habe nur im vergangenen Jahr das eine oder andere Plakat von ihm gesehen, da ich quasi täglich durch seinen Wahlkreis fuhr.
Die Verbindung Jochen Borchert < -> Katharina Borchert habe ich jedoch nie gezogen, obwohl es eigentlich auf der Hand lag, da mir vom Ex-Minister bekannt war, daß er was mit Landwirtschaft zu tun hat (ist ja nicht sooo häufig im Ruhrgebiet) und – eben wie Katharina – aus Wattenscheid stammt.

ad 3) Mit der WAZ habe ich nur als Leser und dem gelegentlichen Mailen von Pressemitteilungen und (sehr selten!) Leserbriefen etwas zu tun – und nicht einmal bezahlen tue ich für die WAZ. Jedenfalls solange mein Umzug noch nicht abgeschlossen ist. Ansonsten bin ich weder verwandt noch verschwägert mit irgendjemanden aus der WAZ (meines Wissens jedenfalls).

ad 4) Mit Angela Merkel verbindet mich auch nicht wirklich etwas. Höchstens indirekt die ersten beiden Silben ihres Titels, aber ansonsten nichts, niente, nada. Ich habe sie weder direkt (da nicht aus Meck-Pomm stammend) noch indirekt über ihre Partei gewählt. Ich habe auch keine Gehirnwäsche erlitten nachdem ich den Videobeitrag bei xolo.tv gesehen habe – denn auch wenn mir Merkel vielleicht sympathischer ist als vorher – wählen würde ich sie wohl dennoch nicht. Ich denke da bin ich relativ unverdächtig.
Ach ja: Ich mag Obst eigentlich lieber, wobei ich manche Gemüsearten auch sehr sehr gerne esse. Aber Obst ist doch irgendwie fruchtiger und erfrischender.

ad 5) Gibt’s noch irgendetwas von dem ich mich distanzieren sollte?

Coca-Cola ggf.?
Falls ja: Ich trinke zwar relativ häufig Coca-Cola light, aber ich mag Pepsi Max doch deutlich lieber. Gibt leider kaum Läden, wo man die kaufen kann. Wenn man mir eine neue Sorte umsonst zum testen anbietet würde ich aber nicht nein sagen.

Knallgrau evtl.?
Falls ja: Mag die nicht, bin also unverdächtig. Warum ich die nicht mag? Ganz einfach:
Ich finde es schofelig von denen, daß die mich erst um die Veröffentlichungsrechte eines flickr-Bildes von mir gefragt hatten und dann nach Genehmigung das doch nicht verwendet haben. Oder ernsthafter: Meine Trackbacks kommen anscheinend bei twoday.net-Blogs kaum an.

Sonst noch jemand oder etwas, von dem ich mich distanzieren soll?

Nachtrag: Ralf von Tom’s Diner sieht das ganze bei sich im Blog (und hier in den Kommentaren) etwas anders.


31 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Ralf @ 23. Juli 2006, 16:48 Uhr

    Eine kleine Korrektur: Warum ausgerechnet K.Borchert zur stellvertretende/Online-Chefredakteurin gemacht wurde, ist bis lang immer noch unklar. Eine Begründung für diese Personalentscheidung steht noch aus (ausser ich hab da was verpasst).
    Die politischen Verpflechtungen bezogen sich auf das Merkel-Interview, _nicht_ auf den Posten bei der WAZ. Ich denke der Gedanke liegt auch recht nahe wenn man sich fragt wie jemand erst als Beraterin und dann als Interviewerin der Kanzler so von Null auf 100 ins Spiel kommt.
    Immerhin gilt K.Borchert nicht wirklich als Vidcast-Queen. Da dürfte es eine ganze Reihe anderer Experten geben, bei denen man sich weniger gefragt hätte „Warum ausgerechnet die?“

    Ebenso die Frage warum K.Borchert stellvertretende/Online-Chefredakteurin bei der WAZ wird. Entschuldigung, die Begründung sie sei Chefredakteurin bei „das internet programm“ gewesen ist doch etwas arg dürftig. Dieses … nennen wir es mal „Journal“ ist schon recht schnell wieder verschwunden. Davon mal abgesehen war es wohl nicht das, was man als erfolgreich bezeichnet.
    Ausserdem geht es ja nicht um eine Leitende Position bei einem Provinz-Käseblättchen, sondern es waren Gerüchte im Umlauf das sie (K.Borchert) stellvertretende Chefredakteurin des viertgrößten (!!) Medienkonzern Deutschlands werden sollte. Und das ist nunmal ein Posten, der im Vorfeld zumindest mal eine leitende Position bei einem Print-Magazin vorraussetz, dessen Auflage die 100.000 wenigstens ansatzweise erreicht/überschreitet.

    Aber mittlerweile haben sich die Wogen ja geglättet. Denn aus der stellvertretenden Chefredakteurin ist nun die Chefredakteurin-Online geworden. Das Projekt WAZEins (??) wurde mittlerweile darauf eingedampft, dass man die vier Online-Redaktionen zusammenführt und das ganze evt. mit ein paar neuen Elementen aufpeppt. Obwohl auch das wieder nicht sicher ist. Blog _können_ drin vorkommen, müssen aber nicht. Vielleicht gibt es auch einen Podcast, wer das macht steht noch in den Sternen. Die Vidcast könnten auch hinzugekaufte TV-Beiträge sein (quasi Zweitverwertung von Bewegtbildern). Aber auch das sind wieder mal alles nur Spekulationen.
    Die viele heiße Luft kommt demnach weniger von den Kritikern, als von denen die lauthals verkündet haben das da was „ganz großes“ am Start sei.

    99% der Aussagen beruhten auf Spekulationen. Das stimmt, gebe ich auch gerne zu. Aber wenn heute Hü und morgen Hott gerufen wird, dann sollte man sich als Betroffene nicht bewschweren das die Gerüchteküche brodelt.
    Entweder man pakt Fakten auf den Tisch und sagt an was man vor hat. Oder man hält besser die Klappe.
    Das einzige was derzeit wirklich spruchreif im Raum steht, ist das K.Borchert ab dem 1.8. bei der WAZ arbeitet. Weder steht fest in welcher Position (stellvertretende Chefredakteurin? Online-Chefredakteurion?), noch was sie da machen soll, noch wie sie es machen soll, noch welche „Opfer“ dafür gebracht werden sollen. Nichts konkretes weiß man nicht.

    Aber zur Not hat man ja sein „eigenes Netzwerk Journalismus – Neue Medien“, welches ich gerne als Jubelperser bezeichne, und eine Hand voll Mitläufer, die bereitwillig Fakten ignorieren (z.B. Arbeitsbedingungen bei der WAZ), dafür aber um so herzergreifender vor Freude weinen.

    Allerdings würde ich mir Don Alphonsos Aussage an den Spiegel schreiben, dass die Blogsphäre sehr wankelmutig ist. Heute Top, morgen Flopp.
    Wie tönte es gestern noch aus dem Theken- und Flurfunk: WestEins wird sich an der Zahl der entlassenen Redakteure messen lassen müssen… Aber in 12 Monaten wird sich eh niemand mehr an die Freudenschreie bzgl. der Beförderung von K.Borchert erinnern. Wenn WestEins so langsam den Bach runter geht, wird es eh jeder gewusst haben. Selbst die, die heute noch bereitwillig in die Hände klatschen.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 23. Juli 2006, 18:06 Uhr

    @Ralf:
    Warum ausgerechnet K.Borchert zur stellvertretende/Online-Chefredakteurin gemacht wurde, ist bis lang immer noch unklar. Eine Begründung für diese Personalentscheidung steht noch aus (ausser ich hab da was verpasst).

    Naja – mag ja ausstehen, aber sind solche Begründungen usus? Ich glaube eher nicht.

    Die politischen Verpflechtungen bezogen sich auf das Merkel-Interview, _nicht_ auf den Posten bei der WAZ.

    Leider hab ich ja die Links zu den einzelnen Diskussionen und Kommentaren nicht mehr, aber es wurde nachher dann auch auf die WAZ-Position geschielt und mit der Familie begründet. Nicht am Anfang, aber später dann.

    Immerhin gilt K.Borchert nicht wirklich als Vidcast-Queen. Da dürfte es eine ganze Reihe anderer Experten geben, bei denen man sich weniger gefragt hätte “Warum ausgerechnet die?”

    Zumindestens kennt sie sich i.S. Blogs und Podcasts aus. Erfahrungen mit Videocasts oder Vidcasts haben zumindestens die Leute von xolo.tv – evtl. war das ja dann auch der Aufhänger:

    „Ein Projekt der österreichischen Dependance einer großen amerikanischen Firma, dessen ‚Chefbloggerin‘ eine der bekanntesten deutschen Bloggerinnen ist wird zusammen mit international bekannten Videobloggern im Kanzleramt sein.“

    Klingt auf jeden Fall imposant. Ob jetzt xolo.tv und deren Macher bekannt sind weiß ich nicht – ich bin bisher nicht so der Konsument von Videoblogs gewesen.

    Entschuldigung, die Begründung sie sei Chefredakteurin bei “das internet programm” gewesen ist doch etwas arg dürftig. Dieses … nennen wir es mal “Journal” ist schon recht schnell wieder verschwunden. Davon mal abgesehen war es wohl nicht das, was man als erfolgreich bezeichnet.

    Das war auch als Antwort auf die Reaktionen gedacht, wonach ja Lyssa absolut keine Erfahrung als Chefredakteurin hätte. Ob jetzt dieses „das internet programm“ besonders toll gewesen ist oder nicht kann ich (mangels Kenntnis) nicht beurteilen. Aber es ist zumindestens ein Gegenargument. Genau wie die journalistische Arbeit, die sich z.B. in Beiträgen für die FAS zeigt.

    Ausserdem geht es ja nicht um eine Leitende Position bei einem Provinz-Käseblättchen, sondern es waren Gerüchte im Umlauf das sie (K.Borchert) stellvertretende Chefredakteurin des viertgrößten (!!) Medienkonzern Deutschlands werden sollte.

    Also ich weiß nicht, ob man das nur als Gerücht bezeichnen sollte. Folgendes stand in der Zeitung:

    Im ersten Schritt erläuterte die neue Online-Chefredakteurin Katharina Borchert, die als deutliches Signal nach außen auch stellvertretende WAZ-Chefredakteurin wird, das Konzept zum Projekt ‚Westeins‘.
    Quelle: WAZ, 05.07.2006

    Und das ist nunmal ein Posten, der im Vorfeld zumindest mal eine leitende Position bei einem Print-Magazin vorraussetz, dessen Auflage die 100.000 wenigstens ansatzweise erreicht/überschreitet.

    Hmm… wieso wird das vorausgesetzt? Wir reden jetzt ja nicht über den Chefposten #1, wo eine solche Erfahrung, wie Du sie nennst, sicherlich angebracht wäre.

    99% der Aussagen beruhten auf Spekulationen. Das stimmt, gebe ich auch gerne zu. Aber wenn heute Hü und morgen Hott gerufen wird, dann sollte man sich als Betroffene nicht bewschweren das die Gerüchteküche brodelt.
    Entweder man pakt Fakten auf den Tisch und sagt an was man vor hat. Oder man hält besser die Klappe.

    Ich denke die Fakten werden nach und nach präsentiert – denn im Moment ist es wirklich ein Blick in die von Gerüchtenebeln umdampfte Küche.

    Ich hab natürlich meinen Beitrag auch nicht im Wissen aller Fakten geschrieben. Woher auch? Aber ich kann zumindestens andere Erklärungen für gewisse Vorfälle mir vorstellen. Abgesehen davon, daß manche dieser Theorien („Blogzensur“ bei Lyssas Lounge aus Angst vor den Reaktionen in Essen) einfach nur idiotisch sind.

    Wenn WestEins so langsam den Bach runter geht, wird es eh jeder gewusst haben. Selbst die, die heute noch bereitwillig in die Hände klatschen.

    Das klassische „Der Erfolg hat viele Väter, der Mißerfolg nur einen.“ (bzw. in diesem Fall dann eine Mutter)… ich weiß nicht ob WestEins erfolgreich sein wird. Ich persönlich finde die Idee dessen, was bisher bekannt wurde (und das ist nicht soo viel) interessant, denke jedoch auch, daß da der Unterbau vorhanden sein muß – zumindestens für den Kreis Recklinghausen sieht es dann da schlecht aus…


  3. (3) Kommentar by tboley @ 23. Juli 2006, 18:59 Uhr

    Die Zusammenfassung ist insgesamt sehr interessant zu lesen. Ich stimme auch dahingehend zu, dass teilweise unnötig unter die Gürtellinie getreten wurde, nur wegen ein paar billiger Lacher (oder was sonst auch immer). .Fair war das wohl nicht.

    Mir persönlich ist es egal, für wen Frau Borchert als was arbeitet. Weniger egal ist mir, wenn eine bekannte Bloggerin eine Video abliefert, dass sich knapp unter dem Niveau einer Homestory befindet.

    Angesichts des radikalen Umbaus in unserem Land ist ein Friede-Freude-Eierkuchen-Interview ein Schlag in das Gesicht jedes politisch denkenden Menschen.

    Man kann es drehen und wenden wie man will:; Für mich war das Video CDU-Propaganda. Ein kleines Placebo, damit sich die Bevölkerung wieder etwas besser fühlt, während anderswo der Sozialabbau fleißig weiter geht.


  4. (4) Kommentar by Jens @ 23. Juli 2006, 19:25 Uhr

    @tboley:
    Zum Thema „Merkel-PR“ habe ich noch einen kleinen Einschub eingebaut. Ich selber sah das ja auch nicht als durchgeplante PR-Show an.


  5. (5) Kommentar by Lyssa @ 23. Juli 2006, 19:40 Uhr

    Ralf, ebenso eine Korrektur, denn Du hast die politischen Verflechtungen (Funkefamilie, Holthoff-Pförtner, Kohl usw.) in einem Kommentar beim Rationalstürmer sehr wohl auf die Anstellung bei der WAZ bezogen.
    Mir wäre auch neu, daß Unternehmen solche Entscheidungen ausführlich begründen müssen. Aber ich kann Dir gern erzählen, wie es abgelaufen ist. Das wird allerdings nicht in Dein Weltbild passen, sorry. Der neue Director New Business Development (oder so ähnlich) aus der Abteilung Strategische Unternehmensentwicklung war mit dem Thema Internetauftritt befaßt und erzählte abends beim Bier einem Freund davon. Einem Freund, den auch ich sehr gut kenne, der aber nicht mit mir verwandt oder verschwägert ist (und Freunde wird man ja wohl noch haben dürfen). Der Freund empfahl, doch mal mit mir zu telefonieren, ich würde mich schließlich in dieser ganzen Szene auskennen.
    Wir telefonierten, trafen uns kurz darauf in Hamburg und unterhielten uns sehr lange und sehr angeregt. Dann bat er mich, ein Konzept für einen neuen Internetauftritt zu erstellen. Das tat ich. Das Konzept ist dann im Unternehmen wohl auf große Zustimmung gestossen, ich wurde zu verschiedenen Gespräch im Haus eingeladen und schließlich gefragt, ob ich es nicht selbst umsetzen möchte. Nicht mehr und nicht weniger.
    Am 1.8. fange ich als Online-Chefredakteurin an und „WestEins“ ist so überhaupt gar nicht eingedampft worden, sondern soll dem ursprünglichen Konzept entsprechend auf den Weg gebracht werden. Falls Dein „Flurfunk“ etwas anderes sagt, bist Du bei einem schlecht informierten Sender gelandet.
    Es wird schrittweise eine neue Online-Redaktion aufgebaut, die dann weitaus mehr tut, als „nur“ vier Titel zusammenzufassen (und schon das ist eine riesige Aufgabe), Blogs _werden_ darin vorkommen (sowohl von der Redaktion selbst als auch von freien Bloggern), ebenso wie Podcasts (mit etwas Glück sogar schon sehr bald) und Videoblogs, die etwas anderes sind als zweitverwertete TV-Beiträge.
    Die heiße Luft scheint mir doch viel eher aus der Richtung der Kritiker zu kommen (oder kannst Du einen einzigen Beleg für Deinen „Eingedampft“-These nennen, etwa die Quelle). Um mal im Bild zu bleiben: Viel Wasserdampf in der Gerüchteküche, aber es kommt nix auf den Tisch.


  6. (6) Kommentar by Jens @ 23. Juli 2006, 20:01 Uhr

    Nachtrag: Habe den Rationalstürmer-Link eingebaut. Den hatte ich vorher drin, aber nur als leeres a href=“…“ – jetzt wußte ich wieder, wo ich davon gelesen hatte.


  7. (7) Kommentar by tboley @ 23. Juli 2006, 20:21 Uhr

    Der entscheidende Punkt zeigt sich doch auch hier wieder. Es wird findet eine Schlammschlacht auf einem Nebenschauplatz statt. Es geht nicht darum, ob Frau Borchert ein Nasenpiercing hat oder darum ob Frau Merkel lieber Gemüse statt Obst isst.

    Es sollte darum gehen, dass jemand, der unser Land regiert, jemand, der Soldaten in den Kongo schickt von denen möglicherweise welche in Plastiksäcken zurück kommt, dass so jemand sagt, er hätte nicht gewusst, wo der Kongo liegt – und zwar in einem Tonfall, der nahe legt, dass Ganze sei nur ein lustiges Spiel.

    Bei solchen Aussagen wäre es angebracht, zu interveniert, nachzubohren. Darüber sollte diskutiert werden und nicht, denn das ist wesentlich wichtiger als die Frage, wie viel Vitamin-B in Cola enthalten ist …


  8. (8) Kommentar by Daniela @ 23. Juli 2006, 22:07 Uhr

    Hey Jens,

    danke für die Zusammenfassung, war sehr interessant zu lesen.
    Wie schön, dass ich mich nicht selbst durch all dieses Material kämpfen musste, ich vermag kaum zu glauben, wieviel Zeit Don Fonsi und Co. haben müssen, dass sie sich so hineinhängen können, wenn jemand einen neuen Job bekommt (die ja z.Zt. eher Mangelware sind). Und obwohl du ja von der pösen SPD bist, glaub ich dir aufs Wort 😉

    Ehrlich gesagt habe ich mir nicht mal das Merkel-Video angesehen, so sympathisch mir Lyssa, Frau Merkel und auch Gabe (wars überhaupt Gabe I? Oder Gabe II? – den kenn ich nicht) so sind. Keine Zeit gehabt.
    Man kommt ja zu nix, wenn die Sonne scheint und man in der Nähe eines Strandes lebt, den man nach der Arbeit besuchen kann 😉

    Mir tut nur leid, wie sehr sich da einige hineinsteigern, ob das nun Neid ist, lass ich mal dahingestellt, auf mich wirkt das eher wie eine Reaktion auf etwas, dass ihnen Angst macht, dass sie nicht kontrollieren können. Blogger sind per Definition die besseren Menschen, die, die über allen anderen stehen und ihr Geld entweder aus unbenannten Webprojekten oder eben von Hartz4 beziehen. Alles andere ist undenkbar und für Geld arbeiten, vielleicht sogar an prominenter Stelle, geht schon mal gar nicht.

    Habe mich ja selbst schon böse beleidigen lassen in der „Blogosphäre“, aber ich denke mal, der Einfluss dieser Menschen ist begrenzt und ich bekomme trotzdem noch den einen oder anderen Job und kann beruhigt weiterleben. Danke nochmal für deine Verteidigung damals, hast ja selbst gesehen, wie da Argumente an den Haaren herbeigezogen wurden – als auffiel, dass ich die Coke light lemon widerlich fand, warf man mir vor, sie kostenlos probiert zu haben *lach*


  9. (9) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 00:32 Uhr

    @Daniela: Wie ich schon sagte, wichtiger als eine Neiddebatte wäre ein um die Inhalte. Aber daran ist wohl kaum einer interessiert. Mit deinen Kommentar

    „Blogger sind per Definition die besseren Menschen, die, die über allen anderen stehen und ihr Geld entweder aus unbenannten Webprojekten oder eben von Hartz4 beziehen“

    gießt du nur mehr Öl ins Feuer.


  10. (10) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 24. Juli 2006, 10:04 Uhr

    @ralf: also wenn ich jede entscheidung die ich treffe ausführlichst öffentlich kommentieren und erläutern müsste, dann würde ich zum einen geschäftsgeheimnisse/strategische ausrichtungen preisgeben und zum anderen nicht mehr zum arbeiten kommen.

    von daher kann es kein ansatzpunkt sein, dass postenvergabe in der (mehr oder weniger) freien wirtschaft erklärt wird (bei politischen posten würde ich das schon wieder anders sehen).

    @tboley: also ernsthaft, wenn ich mit der merkel reden würde, würde mich das nicht sonderlich interessieren. die fakten liegen auf dem tisch, es ist also alles bekannt. der weg daran etwas zu ändern, ist ein anderer. ob die merkel in einem interview das ding nun schön redet oder nicht ist dabei vollkommen irrelevant.

    und genau das ist auch der knackpunkt. das teil wird teilweise hochstilisiert, als ob es die welt verändert hätte. merkel wird bekehrt, deutschland gerettet und im kongo haben plötzlich alle was zu essen!? das ist doch quark…

    ich fand bspw. bemerkenswert, dass merkel noch nicht mal wenn sie locker ist, normal reden kann. jeder einzelne satz wurde zur floskel degradiert… es war zu betont locker. das sagt sehr viel über den menschen merkel aus und somit war das gesamtwerk doch recht wertvoll (ich habe nun nur einen punkt von mehreren auffälligkeiten erwähnt).

    @daniela: das ist doch die typische standard-reaktion. auf der einen seite wollen die leute eine öffentliche anerkennung von blogs als medium und auf der anderen seite wird jeder argwöhnisch betrachtet oder eben gleich aufm blogscheiterhaufen verbrannt, der den schritt dahin wagt.

    da stolpert man schlichtweg über die eigene erwartungshaltung. das ganze noch kombiniert mit neid und frust… et voilá. dieser reflex ist es aber auch, der die skandalwellen erzeugt, von der sich blogs immer wieder nähren.

    es muss ja immer alles ganz dramatisch und ganz schlimm sein. zu differenzierten betrachtungen sind die wenigsten in der lage (hat ja kurzfristig auch erfolg.. ans langfristige denkt keiner, denn die schlagrate kann man dann nur noch erhöhen). sympotomatisch hierzu war die phase nach der jamba-story. da musste dann ja auch jeder, der meinte irgendeinen skandal entdeckt zu haben, im gleichen (die-sendung-mit-der-maus)-stil schreiben.

    fazit: nach der arbeit an den strand, neben dem man auch noch wohnt, ist ein unerhörter luxus. skandal! ;o)


  11. (11) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 10:41 Uhr

    @wirtschaftsweiser_ch: Was würde dich denn in einem Interview mit Merkel interessieren? Zu behaupten „die fakten liegen auf dem tisch, es ist also alles bekannt. der weg daran etwas zu ändern, ist ein anderer.“ ist einfach. Sehr einfach sogar. Wenn eine Bundeskanzlerin Fakten schön redet, ist dass alles andere, aber eben nicht irrelevant.

    Aber wie du so schön schreibst „zu differenzierten betrachtungen sind die wenigsten in der lage“ – das schließt dich dann wohl mit ein…


  12. (12) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 24. Juli 2006, 10:57 Uhr

    also wenn du die tagespresse verfolgst und dir die argumentationen zu den aktuellen themen anhörst, dann ist es eigentlich kein problem positionen und meinungen von politikern zu kennen.

    ich brauch, für diese meinungsbildung, also nicht umbedingt noch das geschwätz einer bundeskanzlerin die a) nur eine beschlossene meinung verteidigt, b) diese meinung dem volk mundgerecht, sprich der tagesmeinung angepasst, serviert und c) noch nie eine eigene meinung hatte.

    da kannste nachhaken wie du willst, es wird nichts an der tatsache ändern. der weg, um dinge zu ändern, ist nunmal der politische. da fängst du bei deinem mdb an und/oder auch an tieferen stellen. aber das ist der einzigst sinnvolle weg dinge zu ändern. und nichtmal dadurch tut sich was, da zu wenige diesen weg gehen.

    wenn du das gerede von politikern verfolgst, dann kannst du, als interviewer, eigentlich auch fragen was du willst. im zweifelsfall antworten die nicht auf die frage, sondern hauen n paar allgemeinheiten raus und fertig. kann man jeden morgen im deutschland funk hören.. und wenn du nachhakst, dann wird eben nochmal irgendwas daher gelabert und wiederholt bis die sendezeit vorbei ist.

    dies mal unabhängig davon, dass bei „nicht-live“ eh nochmal diverse presseleute drübergehen…

    das fazit daraus ist, dass es eben nicht der ansatzpunkt sein kann, die meinung der frau, die eh schon durch die medien geisterte, noch auf einer weiteren schiene den leuten ins gehirn zu trommeln. steter tropfen höhlt den stein…

    nun war das in diesem fall zwar ursprünglich nicht beabsichtigt, aber es wurde merkel von einer seite dargestellt, die rückschlüsse auf den menschen zulässt und zwar unabhängig aller politischen debatten.

    das kann wesentlich diskreditierender sein, als ein stetes nachhaken mit pseudogründen als antwort.

    ich empfinde dieses video nicht als propaganda, da es mir merkel noch unsympathischer macht… und das sag ich dir als cdu-mitglied. ;o)


  13. (13) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 11:05 Uhr

    @wirtschaftsweiser_ch: Den größten Teil deiner Argumentation kann ich mich in der Form anschließen.

    Intersseant finde ich den Punkt, in dem du den Sinn von Interviews in Frage stellts. Gilt das generell für alle Interviews mit Politikern?

    Die Aussage „noch nie eine eigene meinung hatte“ in Bezug auf Angela Merkel aus dem Mund eines CDU-Mitgliedes zu hören ist wirklich beachtlich.

    In der SPD, so wie sie ich erlebt habe, würde nach so einer Aussage schon ein unheilvolles Schwert über einem schweben. Aber ich will das an dieser Stelle nicht weiterführen, da wir uns mehr und mehr vom eigentlichen Thema entfernen.


  14. (14) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 24. Juli 2006, 11:33 Uhr

    nein generell kann man das so natürlich nicht sagen. sonst wäre es ja „immer“ so und nichts auf der welt ist immer gleich. in der abstufung nach unten gibts auch wieder mehr qualitative ausreißer. grad im landesbereich, wenn man vor irgendwelchen abstimmungen druck auf die regierenden ausüben möchte.

    zeigt im gesamten aber leider auch nur, dass die alle durchaus könnten, wenn sie denn wollten. nur der politische überlebensinstinkt es meistens nicht zulässt.

    themenfremd… jein. denn es stellt sich dadurch die frage, ob lyssa überhaupt in der lage gewesen wäre die im net an sie gestellten ansprüche zu erfüllen.

    ich glaube nein und wir werden noch mehr solcher fälle erleben. zerrupft werden dann immer diejenigen, die sich trauten das spektrum des eigenen schaffens zu erweitern und zu professionalisieren.

    es ist halt das eine, etwas aus der ferne zu kommentieren und aufzudecken… etwas anderes, aktiv am geschehen teilzunehmen (wie z.b. in einem interview) und somit ein rad des systems zu sein, das nur innerhalb der gegebenen möglichkeiten agieren kann.


  15. (15) Kommentar by rosaswelt @ 24. Juli 2006, 11:40 Uhr

    Alle winden sich verzweifelt, weil es gerade den regionalen Tageszeitungen so schlecht geht, es quasi kaum noch junge Leser gibt, die Auflagezahlen immer weiter sinken und rufen, es müsste endlich mal ein frischer Wind einziehen. Und dann versucht mal jemand neue Wege einzuschlagen und auch mal jüngere, die nun einfach nicht 40 Jahre Erfahrung auf dem Buckel haben können, ins Boot zu holen, und dann brüllen sie auch alle wieder.

    Manchmal ist es einfach notwendig, jemanden von außen, aus einem anderen Umfeld, mit anderen Erfahrungen und vielleicht auch aus einer anderen Generation zu holen, um einen anderen Dreh zu finden. Denn mal ganz ehrlich: Alte/Ältere Männer sitzen doch bei den meisten Verlagen schon lange ganz oben, Patentlösungen haben sie auch nicht. Und einen Bezug zu jüngeren Lesern… Und jahrzehntelange Erfahrung heißt leider oftmals schlicht und ergreífend auch nur jahrzehntelange Routine und festgetretene Pfade.

    Aber vielleicht steckt hinter vielen Verschwörungs- und Vitamin-B-Theorien auch einfach nur Neid in der hartumkämpften Branche.

    Und um noch eines klarzustellen: Ich halte die Schließung der Lokalredaktionen auch für falsch. Aber das es immer häufiger einfach nur um die Zahlen und nicht um die Qualität des Produkts geht, davon können wohl alle Redaktionen ein Lied singen.


  16. (16) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 11:48 Uhr

    „es ist halt das eine, etwas aus der ferne zu kommentieren und aufzudecken… etwas anderes, aktiv am geschehen teilzunehmen“ – erinnert mich etwas an embedded journalism.

    Aber um den Faden wieder aufzunehmen: Ich persönlich bevorzuge statt Fernsehberichterstattung und Talkshows eingentlich die ruhige und sachliche Berichterstattung in den Printmedien. Villeicht ist es einfach vermessen, von den dort geführten Interviews Ansprüche auf andere Formen der Befragung abzuleiten.

    Was ich gennerell ablehene, sind die persönlichen Angriffe auf Frau Borchert. Das ging auch weit über einfaches zerrupfen hinaus. Sachliche Kritik aber sollte erlaubt sein.


  17. (17) Kommentar by jooonas @ 24. Juli 2006, 20:25 Uhr

    Also ich wünsch Lyssa viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe und glaube, dass sie das auch gut macht. Neider und Besserwisser gibt es wie Sand am Meer gerade im Internet. Ich finde man sollte Lyssa überhaupt erstmal eine Chance geben. In ein paar Monaten sieht man dann ja, wie sich WestEins so entwickelt und kann sich ein Bild machen. Vielleicht kann mit Hilfe von WestEins der WAZ ja mehr abgewinnen als bisher.
    Ich fand das Merkel-Interview erfrischend. An CDU-Propaganda wie es teilweise reißerisch hingestellt wird, habe ich keine Sekunde gedacht.
    Alles Gute Lyssa!


  18. (18) Trackback by blog.50hz.de @ 24. Juli 2006, 20:29 Uhr

    Der Pottblogger hat mal WAZ zusammengefasst……

    .. und dafür (Vorsicht lang!) gebührt ihm großer Dank. Zumindest meinerseits. Denn er bringt in fast jedem Detail das auf Punkt, was ich dazu bislang nur gedacht habe.
    Zu ergänzen ist noch das Folgende:

    Zur Schließung von Loka…


  19. (19) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 20:43 Uhr

    „Neider und Besserwisser gibt es wie Sand am Meer gerade im Internet“ Genauso wie Leute, denen das Rückrat fehlt.

    „Ich fand das Merkel-Interview erfrischend“ Erfrischend stell ich mir anders vor, aber es hat gezeigt, das die Warnung vor der letzten Wahl noch bei weitem untertrieben war. Wer „seine Jungs“ in den Kongo zum sterben schickt, aber nicht weiß, wo das Land liegt, hat im Kanzleramt nichts verloren.


  20. (20) Kommentar by Jens @ 24. Juli 2006, 20:44 Uhr

    @tboley:
    Nun, für die einen ist es ein Nebenschauplatz für andere ist es das eben nicht. Es setzt ja jeder unterschiedliche Prioritäten. Die einen halten momentan die Diskussion, ob Lyssa irgendwelche familiären Privilegien erhalten hat für wichtig, andere halten die Frage, ob Blogger sich verkaufen für wichtig, wieder andere kümmern sich um eine mögliche Wahrheit hinter manchen Verschwörungen, andere halten das ganze bisherige für unwichtig und denken, daß nur die „harten Themen“ wie Arbeitsmarkt-, Gesundheits-, und Rentenreform wichtig sind, während ganz andere momentan (im Norden Israels und im Libanon) nur froh sind, wenn sie überhaupt überleben.

    Insofern: Jeder definiert sich seine Haupt- und Nebenschauplätze selber. Mache ich ja auch.


  21. (21) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 20:50 Uhr

    @Jens: Weise gesprochen. Wobei ich Menschen, die sich im Sandkasten um die Förmchen balgen, nicht ernst nehmen kann. Daher mein Hang zu den „harten“ Themen. Die „weichen Ziele“ überlasse ich dann anderen…


  22. (22) Kommentar by jooonas @ 24. Juli 2006, 21:33 Uhr

    @tboley
    Auch Frau Merkel darf mal Interviews geben in denen es nicht immer um hochbrisante tiefsinnige politische Themen gehen muss.


  23. (23) Kommentar by tboley @ 24. Juli 2006, 21:44 Uhr

    @jooonas: Darum geht es nicht, denn das würde ich nicht bestreiten. Ich bestreite aber, dass jemand, der Soldaten in den Kongo schickt und nicht weiß, wo das liegt, regierungstauglich ist.


  24. (24) Trackback by Weblog der NRWSPD @ 31. August 2006, 10:33 Uhr

    “Viel Lärm um…” die WAZ…

    Die WAZ ist seit einiger Zeit in aller Munde: Pläne zur Schließung einiger Lokalredaktionen, einen neue Onlinestrategie und die Einführung von WAZ-Blogs so wie ein WAZinside-Blog haben die Zeitung vor allem in den Blogs zum Gespräch…


  25. (25) Trackback by 37sechsBlog @ 17. November 2006, 10:17 Uhr

    WDR und Zeitarbeit – Noch Fragen?…

    Der “Öffentliche Dienst” ist auch nicht mehr das, was er mal war. Aktuelles WDR-Stelleninserat bei Jobpilot:
    In der WDR mediagroup webservice GmbH sind ab 01.01.2007, befristet bis zum 31.12.2007, mehrere Stellen
    Webmaster AÜG (m / w)


  26. (26) Trackback by Pottblog @ 21. Januar 2007, 17:07 Uhr

    WamS-Artikel “Eine virtuelle Karriere” über Katharina Borchert (WAZ, WestEins bzw. Lyssa’s Lounge)…

    In der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag (WamS) gibt es einen Artikel über die Online-Pläne der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) unter dem Namen WestEins, für die sich Katharina Borchert (bekannt von ihrem Blog Lyssa’s L…


  27. (27) Kommentar by Jay @ 29. Juni 2007, 03:01 Uhr

    Das ist jetzt fast ein ganzes Jahr her und noch immer sieht man auf westeins.de nur ein eher leidlich aktualisiertes Blögchen. Die sollen mal etwas in den Quark kommen!


  28. (28) Kommentar by Briefeschreiber @ 29. Juni 2007, 08:13 Uhr

    ich würd mir mehr gedanken darüber machen, wenn se regelmäßig was berichten würden und trotzdem nix kommt… denn dann haben se noch zeit zum schreiben… so kann man wenigstens von kompletter überlastung ausgehen. ;o)


  29. (29) Kommentar by Jens @ 29. Juni 2007, 15:15 Uhr

    @Jay:
    Ich denke da wird bald was kommen.

    @Briefeschreiber:
    Das ist der Punkt. :)

    Wobei ich es generell schon schade finde, dass die Möglichkeiten eines Entwicklungsblogs (wie es ansatzweise beim Tagesspiegel gab) nicht genutzt wurde.


  30. (30) Kommentar by Briefeschreiber @ 29. Juni 2007, 15:46 Uhr

    naja… also wenn ich was vollkommen neues entwickel, dann habe ich prinzipiell das problem dass die konkurrenz nicht schäft… und je mehr darüber nach außen dringt, je vorbereiteter ist der markt darauf.

    sprich die inhalte, wenn mans denn gepflegt hätte, wären auch nur eher banalerer natur gewesen. mit sowas vergrault man sich mehr leute als es nutzen bringt.


  31. (31) Kommentar by Jens @ 30. Juni 2007, 18:59 Uhr

    @Briefeschreiber:
    Okay, das ist natürlich auch ein Punkt.


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