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Jens Matheuszik — 15. Juli 2006, 01:15 Uhr

Warum ich erstmal nicht mehr zu Ford Mohag gehe


Vorweg muß ich sagen, daß ich von den technischen Dingen die sich um Autos drehen nicht sooo die Ahnung habe.
Ich habe auch zwei linke Hände und kann z.B. nicht die Glühbirnen der Scheinwerfer wechseln. Wobei ich es als sehr befriedigend empfand, als ein Mechaniker meiner Ford-Werkstatt (Ford Mohag in Recklinghausen) da auch mal rund eine halbe Stunde für brauchte, um da überhaupt dranzukommen. Nach dem Motto: „Wenn schon der Mechaniker so lange braucht, dann muß ich mich nicht ’schämen‘, daß ich das selber nicht kann…“
Dieser Glühlampentausch war übrigens auch – das muß man ehrlicherweise erwähnen – im Rahmen einer Kulanzaktion kostenlos.

Nichtsdestotrotz bin ich mit meinem (wohl) bisherigen Ford-Händler, der Motorwagen-Handelsgesellschaft mbH aus Gelsenkirchen, oder einfacher „Ford Mohag“ nicht mehr zufrieden. Genauer gesagt mit der Filiale in Recklinghausen, wo ich mir vor ca. drei Jahren auch meinen Wagen gekauft habe.

Bis vor kurzem war das ganze auch immer problemlos – zwar hatte ich schon das eine oder andere Mal einen Anlass um die Werkstatt aufzusuchen (siehe die oben erwähnte Glühlampe), aber ich hatte bisher immer ein gutes Gefühl dabei. Das hat sich vor kurzem schlagartig geändert:

I. Akt: Der Wagen ist wegen Ölverlustes und Inspektion in der Werkstatt
II. Akt: Einen Tag später zurück in die Werkstatt
III. Akt: Die Service-Offensive
IV. Akt: Überraschende Erkenntnisse des TÜVder DEKRA

I. Akt: Der Wagen ist wegen Ölverlustes und Inspektion in der Werkstatt
Mitte April verlor mein Wagen plötzlich Öl. Keine gute Sache, so daß ich dann die Werkstatt ansteuerte. Mußte ich eh hin, weil auch der Inspektionstermin schon etwas überfällig war. Faszinierenderweise stellte ich gerade fest, daß ins Serviceheft keine „Inspektion“ eingetragen wurde, sondern nur eine „Sicherheitskontrolle“. Die „Inspektion“ steht nach 36 Monaten an, wobei der Wagen zu diesem Zeitpunkt 34 Monate alt war, aufgrund der gefahrenen Laufleistung aber schon die „Inspektion“ dennoch vorgesehen wäre.

Die sogenannte Sicherheitskontrolle und die Lösung des Öl-Problemes haben dann insgesamt etwas über 300,- Euro gekostet. Immerhin weniger als die vorher verstandenen rund 400,- Euro, aber immer noch keine kleine Summe, auch wenn mir der Mechaniker sagte, daß es nur eine „Kleinigkeit“ wäre.

Bei der telefonischen Erklärung sagte mir der zuständige Mechaniker dann auch, daß der Keilriemen anscheinend Probleme macht, denn der würde Geräusche machen. Das wäre aber gar nicht schlimm und eigentlich auch nur eine „Kleinigkeit“ (bei dem Begriff werde ich inzwischen hellhörig). Da jedoch gerade kein passender Keilriemen vorrätig war, hätte man auf den Einbau verzichtet und ich müsse ja demnächst (im Juni) eh zum TÜV und dann könne man das nachholen.

Aha – bisher hatte ich keine Probleme mit dem Keilriemen. Dachte ich jedenfalls.

A propos „Kleinigkeit“: Vielleicht bin ich kleinlich – aber wenn ich mit Kreditkarte zahlen will, dann will ich das nicht umsonst. Dennoch: Beim Abholen des Wagens wollte man nicht meine Kreditkarte akzeptieren: „Bitte EC-Karte!“.
Sonst wurde die immer akzeptiert und grundsätzlich wird die Kreditkarte dort auch akzeptiert. Nur der „Mensch-an-der-Kasse-der-Geld-eintreibt“ (irgendwie passt der Begriff „Kassierer“ nicht wirklich) wollte halt, daß ich entweder bar oder mit EC-Karte zahle. Letzteres habe ich dann auch gemacht und gleich zu Hause dann mein Girokonto wieder „aufgefrischt“, denn eigentlich hatte ich da momentan nicht genug Geld für eine weitere Zahlung in dieser Größenordnung und mußte daher dann „umschichten“. Eine Problematik die ich mit der Kreditkartenzahlung umgangen hätte…

Nachdem ich dann gezahlt hatte, fuhr ich los – und hörte plötzlich den besagten Keilriemen. Dieses Geräusch habe ich vorher nie gehört. Das fand ich ja schon faszinierend, daß ein Wagen, der aus der Inspektion kommt plötzlich Geräusche macht, die er vorher nicht gemacht hat.

II. Akt: Einen Tag später zurück in die Werkstatt
Am nächsten Morgen, ich war vielleicht insgesamt etwas mehr als 70 km gefahren, da blinkte die Batterieleuchte auf. Ich hielt kurz darauf an (war ja eh am Ziel angekommen) und stellte dann fest, daß anscheinend irgendein Defekt bei der Batterie vorliegen würde und ich deswegen die Werkstatt aufsuchen solle…

Ich rief daraufhin bei Mohag an, hatte auch den gleichen Ansprechpartner wie vorher, der dann lapidar erwähnte, daß es wahrscheinlich an der Lichtmaschine, dem Keilriemen usw. liegen würde. Ich fragte dann, wie das denn sein könne, wo doch der Wagen nur einen Tag vorher in der Inspektion war… daraufhin sagte man mir (und leider habe ich das Gespräch nicht aufgenommen bzw. vor Zeugen mithilfe eines Lautsprechers protokolliert!), daß natürlich bei der Wäsche des Motorraumes (wg. der Ölprobleme) Feuchtigkeit in die Lichtmaschine geraten sein könnte.

Nachmittags brachte ich dann den Wagen hin und einige Tage später wurde ich dann telefonisch informiert, daß die Lichtmaschine kaputt wäre. Auf meine Nachfrage, woran das denn liegen könne, hieß es nur, daß man das nicht überprüfen könne, da man einfach eine komplett neue Lichtmaschine eingebaut hätte. Es sei nicht mehr üblich solche Teile zu reparieren – da wird gleich komplett ausgetauscht. Ob der Schaden daher an einer Motorwäsche liegt, könne man nicht sagen.
Ich holte den Wagen dann ab, zahlte mal wieder eine nicht unerheblich kleine Summe von über 360,- Euro und konnte leider das Thema Lichtmaschine und ggf. Schaden durch die Motorwäsche nicht mehr anbringen. Der zweite „Mensch-an-der-Kasse-der-Geld-eintreibt“ zeigte sich ggü. Kreditkarten deutlich kulanter eingestellt, wobei es im Endeffekt (der Magnetstreifen der schon einige Jahre alten Karte zickt manchmal) dann doch zu einer EC-Zahlung kam.

Natürlich ärgerte ich mich ein wenig, daß ich „kleinbeigegeben“ habe – denn irgendwie war das meiner Meinung nach schon irgendwie merkwürdig:
Nach dem ersten Werkstattbesuch machte der Keilriemen Geräusche, die er vorher nicht machte und dann nach dem ersten Werkstattbesuch und einer dort durchgeführten Wäsche des Motorraumes funktioniert die Lichtmaschine nicht mehr. Auf den Zusammenhang „Lichtmaschine funktioniert evtl. wg. Feuchtigkeit aufgrund der Motorwäsche nicht mehr“ brachte mich erst der Mechaniker und ich dachte dann, daß das ganze ggf. irgendwie auch auf Kulanzbasis günstiger wird.
Als Laie kann ich es nicht beurteilen, ob die merkwürdigen Keilriemengeräusche erst durch den Werkstattaufenthalt bedingt sind – ich kann jedoch versichern, daß es diese Geräusche vorher eben nicht gab. Vorher hatte ich auch keine Probleme mit der Lichtmaschine, das ganze war erst nach dem Werkstattbesuch.

Es ist übrigens so, daß laut meinen Unterlagen sowohl bei der „Inspektion“ als auch bei der „Sicherheitskontrolle“ die Dinge kontrolliert werden, die mit der Batterie zu tun haben.

III. Akt: Die Service-Offensive
Einige Wochen später rief mich die Mohag an und fragte nach, ob denn bei meinem letzten Werkstattbesuch alles vernünftig gewesen wäre (diese Nachfragen werden eigentlich regelmäßig gemacht). Ich sagte, daß das ganz im Gegenteil abgelaufen wäre, was ich natürlich ausführlich erklärte.
Die Mitarbeiterin checkte dann meine Rechnungen dort, fand dann heraus, daß bei der zweiten Rechnung kein Kulanzpreis o.ä. berechnet wurde und sagte mir, daß sie das auch merkwürdig finde und verstehen könne, daß ich da etwas sauer wäre. Sie würde nun das ganze weiterleiten, könne mir aber nicht versprechen, daß da noch etwas auf Kulanzbasis geregelt wird.

Danach habe ich von Ford Mohag nichts mehr gehört – statt dessen meldeten sich irgendwann die Ford-Werke direkt bei mir und wollten wissen, wie ich denn mit dem Service zufrieden wäre…

Das Ausfüllen des entsprechenden Fragebogens im Internet fiel mir natürlich angesichts meiner jüngst gemachten Erfahrungen nicht schwer. Ich gestattete es den Ford-Werken auch meine Anmerkungen direkt an meinen Händler weiterzuleiten (warum auch nicht?).

Reaktionen bisher: 0 (in Worten: null).

IV. Akt: Überraschende Erkenntnisse des TÜVder DEKRA
Wie in diesem Beitrag erwähnt stand ja im Juni 2006 der TÜV bzw. genauer gesagt die nächste Hauptuntersuchung (HU) an. Eigentlich hatte ich noch auf eine Reaktion von Mohag gewartet, bevor ich wieder mit dem Wagen dorthin fahre. Aber leider hatte ich keine Reaktion bekommen, so daß ich dann … ehm … nun ja … einige Tage zu spät (Termin war eigentlich Juni 2006) … mich zu einer anderen Werkstatt aufmachte, wo dann die HU und AU (Abgasuntersuchung) durchgeführt wurden.

Der Wagen kam an sich ohne Probleme durch – doch was schreibt mir der TÜV die DEKRA schwarz auf grün/weiß:

„Festgestellte Mängel:
– Motor verölt.“

Danke, Ford Mohag!
Ich habe jetzt also fast 700,- Euro für einen vorher funktionsfähigen Keilriemen, eine vorher funktionsfähige Lichtmaschine, eine „Sicherheitskontrolle“ und eine Motorwäsche bezahlt. Ob die Probleme beim Keilriemen und der Lichtmaschine an Mohag liegen kann ich nicht beweisen – die Indizien sprechen jedoch meiner Meinung nach schon dafür.

Dass jetzt jedoch die DEKRA mir amtlich mit Brief und Siegel mitteilt, daß die Motorwäsche anscheinend nicht richtig durchgeführt wurde und dennoch (einen Teil der) 360,- Euro gekostet hat – das hat was…

… und ich glaube es wundert sich keiner, daß ich wohl nicht mehr von (bisher) guten Erfahrungen mit Ford Mohag berichten kann.


19 Kommentare »

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