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Jens Matheuszik — 5. Juni 2006, 14:04 Uhr

IKEA-Möbel: Was alles bei der Lieferung passieren kann…


Durch den Beitrag Die WM und der Ladenschluss bin ich auf diesen Beitrag gekommen, denn dort empfiehlt tboley (zu recht), daß man sich doch z.B. von IKEA die Möbel liefern lassen kann.

Das stimmt – und wenn man den Onlineshop nutzt, bekommt man auch noch 20,- Euro Rabatt bei Lieferung. Klar, für ein Billy-Regal lohnt sich das nicht, aber wenn man etwas mehr einkauft, dann ist das schon ’ne lohnende Sache.

Wenn denn das alles klappt – denn dahingehend habe ich meine eigenen Erfahrungen schon gemacht:

Es muss irgendwann so 2001 gewesen sein, als unsere gesamte Familie in ein neu gebautes Haus umgezogen ist. Für mein Zimmer dort benötigte ich neue Möbel und natürlich stand IKEA ganz groß auf der Favoritenliste. Schon einige Wochen vorher schaute ich mir beim nächstgelegenen IKEA in Dortmund diverse Möbelstücke an und wußte recht schnell was ich haben will. Da ich mir insgesamt einen Schrank, zwei kleine Bücherregale (für die Wand mit der Schräge), zwei hohe Bücherregale und ein CD-Regal holen wollte, war mir klar, daß ich das ganze liefern lassen wollte, denn soviel passt dann doch nicht wirklich vernünftig ins Auto.

Ich informierte mich über die Lieferbedingungen, erfuhr, daß man bei Lieferung direkt bezahlt und entschloss mich dann die sogenannte IKEA Family-Card mit Zahlungsfunktion zu holen, denn man bekommt dadurch nicht nur einzelne Sachen günstiger, sondern kann auch mit der Karte zahlen. Ist irgendwie bequemer als wenn man dann die Scheine zusammenzählen muss. Man versicherte mir hoch und heilig, daß man natürlich auch mit der IKEA-Karte bei der Lieferung zahlen könne, und daß ganz viele Kunden die nur deswegen beantragt hätten… so wie ich also. 😉

Laut IKEA sollte der Liefertermin dann irgendwann an einem Nachmittag ab 14.00 Uhr sein. Genauer konnte man es mir leider nicht sagen, so daß ich ab 14.00 Uhr bereit stehen mußte. Problematisch war jedoch nur, daß just an diesem Tag ich im Rahmen meiner Ausbildung bis weit nach 14.00 Uhr eingespannt war. Doch meine Frage ob ich ggf. vorher gehen könne wurde positiv beantwortet. Ich meine mich zu erinnern, daß es vor allem an der Erwähnung der Wörter IKEA und Möbellieferung lag – anscheinend haben auch bei uns die Dozenten schon Erfahrung damit gemacht.

Also war ich dann schon rechtzeitig vorher da und das Warten begann. Die Situation sah wie folgt aus: Ich wartete in einem neuen Haus, was grundsätzlich fertig war, in dem jedoch noch absolut keinerlei Möbel waren. Schlauerweise hatte ich mir jedoch vorher beim letzten IKEA-Besuch schon zwei Tullsta-Sessel (in blau; siehe die verlinkte Website der BBC) gekauft, so daß ich wenigstens eine Sitzgelegenheit hatte. Ein dickes Buch und ein Handy rundeten meine Ausrüstung ab.

Dann begann das Warten… und es wurde 14.00 Uhr, es wurde 15.00 Uhr, es wurde 16.00 Uhr, es wurde 17.00 Uhr …

Irgendwann hatte ich dann sogar das mitgebrachte Buch durch und es wurde mir sogar so langweilig, daß ich aus meinem Rucksack mir Unterlagen geholt hatte und ein wenig lernte – ich denke das sagt schon genügend aus, wie extrem langweilig es war…

Dann plötzlich klingelte so kurz nach 18.00 Uhr mein Handy. Eine mir nicht bekannte Handy-Nummer erschien auf dem Display und es stellte sich heraus, daß es sich hierbei um einen der Möbelfahrer handelte. Dieser erklärte mir, daß er zwar vor Ort sei – aber den Weg in das neue Baugebiet nicht finden würde, da alles abgesperrt wäre. Er bat mich ihm mitzuteilen wie man da hinkommt bzw. besser noch ihnen quasi in einer Kolonnenfahrt den Weg zu zeigen.

Jetzt muß man als kleinen Exkurs erwähnen, daß unser neues Haus in einem neuen Baugebiet steht welches natürlich auch neue Straßen hat. Diese neuen Straßen sollten anfangs nicht zu sehr durch LKW-Verkehr belastet werden, so daß die meisten der Zufahrtsstraßen für LKWs effektiv gesperrt waren. Effektiv dahingehend, daß nicht nur einfache Schilder über die Sperrung informierten, sondern auch dadurch, daß die Straßen durch riesige Hindernisse für LKWs unpassierbar waren. Ganz nach dem Motto: „Ignoriert ruhig die Schilder, ihr kommt eh nicht durch!“
Genau nach diesem Motto handelte wohl auch der mich zu beliefernde LKW, denn wenn er die riesigen Hinweisschilder auf denen „Umleitung für LKW-Verkehr“ (oder so ähnlich) stand, beachtet hätte, hätte es kein Problem gegeben…

Zurück aber zum Telefonat: Natürlich erklärte ich mich bereit den LKW quasi „abzuholen“ um ihnen den Weg zu erklären. Ich fragte dann natürlich, wo denn der LKW stehen würde. Die Antwort darauf war sehr erheiternd: „Schon in der Stadt, in der Nähe der Telefonzelle.“

Jetzt ist es zwar so, daß meine Heimatstadt Olfen nicht wirklich groß ist – aber wir haben doch schon mehr als eine Telefonzelle. Nach einigen weiteren Informationen erahnte ich zumindestens ungefähr wo der LKW stand und machte mich auf den Weg. Sollte ja auch nicht schwierig sein einen grünen LKW mit der Aufschrift „Gelse“ zu finden, denn der Fuhrpark von denen besteht (siehe hier – dann auf „Wir über uns“ und dann auf „Fuhrpark“ gehen) aus grünen LKWs mit weißer Schrift.

Dummerweise fand ich nirgendwo einen entsprechenden LKW, dafür aber – gar nicht in der Nähe der mir inzwischen deutlich beschriebenen Telefonzelle – einen weißen, völlig unbeschrifteten LKW. Vermutlich aufgrund des Kennzeichens (irgendwas mit BO) und aufgrund der Tatsache, daß es der einzige LKW in der Nähe war ging ich dorthin und fragte nach, ob sie von Gelse wären und für mich die Möbel an Bord hätten. Dies wurde bestätigt und dann fuhr ich dem LKW vor.

Nach wenigen hundert Metern, die ich den perfekt ausgeschilderten Umleitungsschildern folgte, waren wir da und die beiden Spediteure brachten den ganzen Kram nach oben in mein Zimmer.

Dann begann jedoch das „lustigste“ am ganzen Tag – die Bezahlung:

Der Fahrer wollte von mir die gerade vierstellige Summe (in DM) haben (genauen Preis weiß ich jetzt nicht mehr) und ich überreichte ganz souverän meine IKEA Family-Karte und erklärte dazu, daß ich mit Karte zahlen würde.

Das Kopfschütteln des Fahrers riss mich jedoch aus meiner Souveränität, denn er erklärte mir vollkommen ernsthaft:

„Kartenzahlung geht nur bis 18.00 Uhr!“

Bitte? Ich schaute ihn fragend an, und er begann das ganze zu erklären. Ich kann mich nur daran erinnern, daß irgendwelche telefonischen Rückfragen bei Kartenzahlungen („Ist die Karte gedeckt?“) gehalten werden müssen, und daß das ganze nur bis 18.00 Uhr geht. Dummerweise war es schon nach 18.00 Uhr.

Daraufhin fragte er mich, ob ich das anders bezahlen könnte und natürlich fiel meine EC-Karte auch weg – denn Kartenzahlung geht nur bis 18.00 Uhr!

Als ich auf die Frage, ob ich denn das ganze nicht in bar bei mir hätte, erklärte, daß ich grundsätzlich nicht über 1.000 DM in bar bei mir führe, vor allem wenn ich vor habe etwas per Karte zu zahlen.

Seine darauf folgende Erklärung war dann, daß man dann die Möbel wieder mitnehmen müsse – schließlich könne ich ja nicht – wie vereinbart – bei Lieferung zahlen… doch ich wollte die natürlich nicht mit den Möbeln gehen lassen und ein kurzer Anruf via Handy zu Hause und mein Vater konnte – dank Geldautomat unterwegs – mir die notwendigen Scheine bringen, so daß ich die Spediteure auszahlen konnte.

… das also ist meine bisherige Erfahrung mit der Lieferung von IKEA-Möbeln. Mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt… hoffentlich besser!


8 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by tboley @ 5. Juni 2006, 15:31 Uhr

    Sagen wir mal so. Unsere Erfahrungen mit dem Lieferdienst von IKEA waren bisher ausnahmslos gut. Bei der letzten Lieferung taten mir die Möblepacker sogar richtig leid, weil sie ein sau schweres Leder-Klippan in den dritten Stock schleppen musste. Aber immerhin war ich somit von der Plackerei befreit 😉


  2. (2) Kommentar by Jens @ 5. Juni 2006, 15:45 Uhr

    Ich gehe ja auch davon aus, daß das nicht der Standard dort ist. Ich werde also demnächst wohl auch wieder dort bestellen. Neben den obligatorischen Billys u.a. wohl ein Mikael-Eckschreibtisch und ein Ausziehsofa, dessen Namen ich mir nicht auswendig gemerkt habe.


  3. (3) Kommentar by tboley @ 5. Juni 2006, 15:51 Uhr

    Das Ausziehsofa heißt vermutlich Naköt 😉


  4. (4) Kommentar by Jens @ 5. Juni 2006, 15:55 Uhr

    Nö, irgendwie anders… ich finde nur gerade den Zettel nicht mehr, wo ich mir das aufgeschrieben hatte. Und im Internet bei ikea.de finde ich es auch nicht spontan.
    Aber das wird schon noch gefunden (und wahrscheinlich bestellt) werden.


  5. (5) Kommentar by Daniela @ 6. Juni 2006, 10:51 Uhr

    Wie merkwürdig .. haben uns bisher erst einmal etwas liefern lassen, aber meines Wissens will IKEA das Geld doch normalerweise im voraus haben?!
    an geht mit dem schicken Zettelchen an die Kasse und wartet bis man dran ist und rennt dann mit dem Zettelchen und dem Bon an den „Transport&Montage“-Schalter und wartet wieder … und zu Hause, klar, da wartet man auch.
    Allerdings haben wir das unsere Nachbarin machen lassen…


  6. (6) Kommentar by tboley @ 6. Juni 2006, 10:59 Uhr

    Das ist der Lieferservice vor Ort, der aber nichts mit einer Onlinebestellung zu tun hat.


  7. (7) Kommentar by Daniela @ 6. Juni 2006, 20:14 Uhr

    Ah – ich hätte vermutet, dass die trotzdem nur ne Rechnung abgeben, ne Unterschrift einholen und ansonsten einfach von der Karte abbuchen.


  8. (8) Kommentar by Jens @ 6. Juni 2006, 23:06 Uhr

    1.) Das Sofa heißt Solsta. :)

    2.) @tboley: Man kann aber auch im Laden quasi wie im Online-Shop bestellen. Nur kostet’s halt 20,- Euro mehr.


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