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Jens mobil — 11. April 2006, 13:02 Uhr

Tageszeitungen schreiben vom Sieg Romano Prodis über Silvio Berlusconi




Die Tageszeitungen von heute (siehe Abbildung) erklären schon jetzt den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zum Verlierer der vergangenen Parlamentswahlen in Italien. Dementsprechend soll das Bündnis um Romano Prodi die Wahl gewonnen haben.

Was mich dabei nur wundert:

Laut allen Nachrichten die ich heute im Radio gehört habe ist es eben noch gar nicht klar wer gewonnen hat – gerade auch wegen des komplizierten Wahlrechts in Italien.

Faszinierend finde ich jedoch, dass es in einem westlichen Staat so extrem lange dauert bis das genaue Ergebnis bekannt ist. Das erinnert nicht an ein Kernland der EU…

Wobei ja auch Deutschland ähnliche Erfahrungen machen konnte, die jedoch meiner Meinung nach nicht wirklich vergleichbar sind:

Zwar konnte bei der Bundestagswahl 2002 das endgültige Ergebnis auch erst in der Nacht verkündet werden, aber die Grundtendenz war ja eigentlich allen schon deutlich vorher klar. Bis auf vielleicht Edmund Stoiber, der sich damals schon als Sieger feiern ließ.

Damals bin ich übrigens mit dem Bild des strahlenden Stoibers ins Bett gegangen – und am nächsten Morgen hatte Gerhard Schröder die Wahl dann doch noch für sich entschieden. Selten habe ich nach einem Wahlsonntag morgens so erstaunt und erfreut reagiert.

Nachtrag:

So eben höre ich bei Radio 98.5 Bochum, dass erstens Essen europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2010 wird (schön!) und zweitens Romano Prodi die Wahl in Italien anscheinend wirklich gewonnen hat.


2 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by tboley @ 11. April 2006, 15:02 Uhr

    Vollste Zustimmung. Ich fand es auch etwas zu früh heute morgen, von einem Sieg Prodis zu schreiben. Aber solche Ereignisse trennen wie immer die Spreu vom Weizen – bei den Tageszeitungen.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 12. April 2006, 04:51 Uhr

    Ich hab ja kein Problem damit, dass es einen Redaktionsschluss gibt und man deswegen schon vorher alles wissen muss – aber dann sollte man eingedenk dieser Tatsache das vorsichtiger beschreiben.


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