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Jens Matheuszik — 9. April 2006, 16:09 Uhr

Beginnender Küchenfrust


Inzwischen habe ich glaube ich das 16. Geschäft in Sachen Küchen aufgesucht und so langsam macht sich ein gewisser Küchenfrust bei mir breit.

Vertragsunterzeichnung dauert noch
Erst einmal wird das ganze sich wohl doch noch länger verzögern als gedacht – denn wie es derzeit aussieht können die Verträge über die Eigentumswohnung wohl erst im Mai unterschrieben werden, da noch was mit dem Grundbuchamt abzuklären ist, eine Restschuld dort gelöscht werden muss usw.
Aus sicherlich verständlichen Gründen will ich jedoch erst dann die Küche bestellen, wenn auch die Wohnung da ist – andersrum wäre es irgendwie unsinnig.

Wenn man jetzt die üblichen Wartezeiten für Küchen (6-8 Wochen Minimum) anschaut, dann scheint das ganze noch länger zu dauern als man denkt. Vor allem wenn man versucht seine Wünsche mit dem Budget in Einklang zu bringen.

Meine „Wunschküche“
Das Wort Wunschküche habe ich nicht umsonst mit Anführungszeichen versehen. Meine Wunschküche kann ich nämlich aufgrund der Wohnung nicht wirklich erhalten, da ich eigentlich eine viel größere Küche als die jetzigen 6,1 m² gerne hätte. Aber diese Wohnung hat nun einmal eine kleinere Küche also muß man damit auskommen – oder ich schaue noch einmal nach, ob ich bzw. unsere kleine Büro-Tippgemeinschaft den Lotto-Jackpot vom Wochenende (13 Mio €) geknackt hat. 😉

Meine 6,1 m²-Wunschküche sieht wie folgt aus:

  • kein Landhausstil, eher was moderneres – aber keine Hochglanzfront
  • zweizeiliger Aufbau (links und rechts), auf den „unbebauten“ Seiten finden sich Tür, Fenster und darunter eine kleine Heizung
  • links: große Kühl-/Gefrierkombination, daneben hoher Auszugsschrank (entweder Apothekerschrank oder Vollauszüge), Unterschränke und Oberschränke und eine Unterbau-Mikrowelle)
  • rechts: Spüle, integrierte Geschirrspülmaschine, Herd mit Ceranfeld und Backofen, Schrank, Oberschränke bzw. Dunstabzugshaube im integrierten Oberschrank
  • gute Markengeräte
  • (auf besonderen, mütterlichen Wunsch) Arbeitsplatte aus Granit

Ursprünglich (ohne Granitwunsch) hatte ich mir mal ein Maximal-Budget von 3.000 Euro (für kompletten Service inkl. E- und Wasser-Anschlüssen) vorgestellt, doch diese Zahl erwies sich anscheinend als nicht sehr praxisgerecht… vor allem, wenn der Granit noch hinzukommt.

Inzwischen habe ich ja diverse Läden (reine Küchenstudios aber auch normale Möbelhändler mit Küchenabteilungen) aufgesucht und auch auf diverse Empfehlungen gehört.

Die verschiedenen Preise differierten von ca. 5.000 Euro (inkl. Granit) bis zu 9.300 Euro (auch mit Granit). Dazwischen fand sich so gut wie alles mögliche – mal mit Granit, mal ohne Granit. Interessant war es vor allem, wenn ein Anbieter eine bestimmte Küchenmarke mit Granit billiger anbot als ein anderer Anbieter dieselbe Marke ohne Granit.

Eine Empfehlung via Kommentar in diesem Beitrag war z.B. das in Bochum am Nordring gelegene Fachgeschäft Der Küchenvogt.

Den Küchenvogt erwähne ich jetzt mal gesondert, da mir dort die Beratung und der Service sehr gut gefallen haben. Außerdem konnte man mir dort erstmalig auch einen vernünftigen Tischersatz im Unterschrank demonstrieren (einfach zum rausziehen) und auch andere wertvolle Tipps in Bezug auf die Unterschränke, die Unterbau-Mikrowelle, Apothekerschränke usw. geben.
Bei dem Gespräch mit dem Küchenfachverkäufer rannten wir auch fast mehr durch das Küchenstudio als dass wir am PC saßen, denn er konnte mir immer wieder diverse Sachen live demonstrieren und erklären, warum sich das nun besonders lohnt bzw. warum etwas anderes eher nicht zu empfehlen ist.

Mein Wunsch, dass in den Herd eine elektronische Uhr integriert ist, stellte sich jedoch leider nicht als die von mir angenommene Selbstverständlichkeit dar. Sehr viele Herd-Modelle haben eben keine integrierte Uhr und so eine Uhr mit Wecker/Timer ist ja doch manchmal ganz sinnvoll. Ich persönlich kenne das eigentlich auch gar nicht anders, schon unsere Uralt-Küche (ca. 30 Jahre alt) hatte eine eingebaute Uhr. Damals noch keine Digital-Anzeige sondern so Ziffernplättchen die immer sehr lustig rotierten, wenn man die Uhr stellen wollte.

Doch in den „Einsteigermodellen“ der Herde findet man sowas nicht (stattdessen bei den separaten Backöfen, die ich zwar ganz gut finde aber aus preislichen/platztechnischen Gründen bei mir nicht für wirklich möglich halte) und muß dann schon ein wenig „aufrüsten“.
Küchenfrust
Herde mit eingebauter Uhr gibt es nur in den teureren Modellen wo dann z.B. die „Knöpfe“ (küchenjargontechnisch auch als „Knebel“ bezeichnet) versenkbar sind (siehe Beispielfoto). Meiner Meinung nach kein Muß, wobei es natürlich schon sinnvoll ist, denn wenn alle Knebel versenkt sind, weiß man sofort, dass der Herd komplett ausgeschaltet ist.
Doch die Variante mit Uhr und Knebeln kostet mal eben 300,- Euro mehr – und für 300,- Euro kann man sich schon den einen oder anderen Wecker zulegen.

Mein „Problem“ ist jedoch jetzt, dass die Läden die mich persönlich am meisten überzeugt haben auch mit am teuersten sind – was hilft es mir z.B. wenn man z.B. einem Küchenhersteller direkt selber einkaufen kann und das ganze – ohne Zwischenhändler – für mich deutlich günstiger wird, wenn deren Preis dann doch 8.300 Euro beträgt…
Oder aber die tolle Küche vom Küchenvogt – die hat zwar wohl (so weit ich das überblicken kann) deutliche Vorteile gegenüber allen anderen Küchen (vor allem auch, weil die Schränke mehr Inhalt aufnehmen können, da der Sockel des Korpus kleiner ist), kostet aber dann doch etwas mehr als geplant – und das ohne Granit.

Wie es weitergeht…
Mal sehen – wahrscheinlich werde ich die Läden aufsuchen, die mir bisher am besten zusagten (vom Preis bzw. der Beratung her) und werde dann mal versuchen meine Küchenvorstellungen mit dem Budget in Verbindung zu bringen. Man hört ja immer wieder, dass man bei Küchen anscheinend einiges an Prozenten herausholen kann…


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