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Jens Matheuszik — 25. Februar 2006, 00:14 Uhr

Der Verzicht auf Christian Wörns ist Klinsmanns Fehler


BVB-RAGWie inzwischen mehrfach berichtet wurde, wird Christian Wörns von Borussia Dortmund (das Bild entstammt diesem Beitrag) nicht der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 angehören.

Nachdem Wörns von Journalisten erfuhr, dass er für das kommende Länderspiel am 1. März 2006 in Florenz gegen Italien nicht gesetzt sei (und dies erst später unpersönlich via Handy-Mailbox von Jürgen Klinsmann erfuhr), überlegte sich Wörns sogar, dass er von sich aus zurücktritt (siehe hier).

Doch nicht Wörns trat zurück, Klinsmann selbst trat hinterher und ließ Wörns nicht einmal einen ehrbaren, selbst gewählten Abgang aus der Nationalmannschaft, sondern warf ihn einfach raus (siehe hier).

Das ist meiner Meinung nach sehr schäbig gewesen von Jürgen Klinsmann. Denn man mag ja vielleicht Wörns Handlungsweise nicht mögen – aber dass er sauer ist, ist doch mehr als begründet. Wer als Bundestrainer immer wieder erklärte, dass er nur Stammspieler haben möchte und das Leistungsprinzip zählt, der muss sich nicht wundern, wenn ein Stammspieler der wie Christian Wörns momentan eine konstant sehr gute Leistung abliefert sich darüber aufregt, dass andere Spieler, die derzeit eher die Reservebank drücken, ihm vorgezogen werden.

Natürlich hat Klinsmann das Recht auf Wörns zu verzichten. Wenn die anderen Spieler (ob nun Huth, Mertesacker oder auch Metzelder) genau so gut wären, wie Wörns, dann könnte man das gut begründen. Da jedoch Wörns nun mal wirklich (das bestreitet wohl kaum einer) derzeit am besten von diesen Spielern spielt, dann ist es mehr als unverständlich, wenn er – auch unter Mißachtung der bisherigen Kriterien – nicht nominiert wird.

Bert van Marwijk, der ansonsten so ruhige und gelassene Trainer von Borussia Dortmund, hat recht, wenn er zu den Visiten des Bundestrainers bzw. seines Assistenten Joachim Löw bei Dortmund-Spielen anmerkt:

„Wenn nach solchen Beobachtungen solche Entscheidungen herauskommen, muss man sagen: Diese Reisen kann sich der DFB sparen.“

Recht hat er – und ich hoffe, dass diese absolute Fehlentscheidung von Klinsmann & Co. sich nicht negativ auf die Fußball-WM auswirken wird.

Nachher backt wegen dieser Entscheidung des Bundestrainers das ganze Team kleine Brötchen bei der WM…


18 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Jens @ 25. Februar 2006, 00:22 Uhr

    Wörns ein guter Spieler? Naja.. das einzigste was der kann ist LABERN!


  2. (2) Kommentar by paulbrause @ 25. Februar 2006, 01:49 Uhr

    Das ist meiner Meinung nach sehr schäbig gewesen von Jürgen Klinsmann.

    Find ich nicht…

    Denn man mag ja vielleicht Wörns Handlungsweise nicht mögen – aber dass er sauer ist, ist doch mehr als begründet.

    Klar, kann er sauer sein, dass er gegen Italien nicht im Kader ist. Ist auch sein gutes Recht. Aber der Fehler war nur: er hat’s öffentlich gemacht. Und da musste Klinsmann hart durchgreifen, denn als Teamchef musst du (wie in jeder führenden Position) eine gewisse Authorität an den Tag legen, sonst bis du ratz-fatz eine Witzfigur und keiner der Spieler hat mehr Respekt vor Dir. Damit hat er also (für die restlichen Spieler) ein deutliches Zeichen gesetzt, wer hier das Sagen hat.

    Wer als Bundestrainer immer wieder erklärte, dass er nur Stammspieler haben möchte und das Leistungsprinzip zählt, der muss sich nicht wundern, wenn ein Stammspieler der wie Christian Wörns momentan eine konstant sehr gute Leistung abliefert sich darüber aufregt, dass andere Spieler, die derzeit eher die Reservebank drücken, ihm vorgezogen werden.

    Was die „gute Leistung“ angeht, kann ich nix sagen, ich guck mir die Zeckenspiele ja nicht an… 😉
    Aber mein Gott: Wörnsi-Baby war doch „nur“ für das nächste Länderspiel nicht im Kader, das hiess doch lange nicht, dass er bei der WM auch nicht im Kader gestanden hätte. Wäre er klug gewesen und hätte die Klappe gehalten, wäre ich überzeugt davon gewesen, dass er einer der Führungsspieler, die Klinsi immer wieder erwähnt, gewesen wäre, denn Erfahrung kann man Wörns dann doch nicht abstreiten…

    Aber so… selber schuld!

    Ach und @Jens:
    Wenn der mal labern könnte!!!
    (ich mach bei Interviews mit ihm immer den Ton aus…)


  3. (3) Kommentar by Dennis @ 25. Februar 2006, 11:27 Uhr

    Wenn Klinisi frei entscheiden könnte, dann ……..


  4. (4) Kommentar by sicko @ 25. Februar 2006, 16:47 Uhr

    also obwohl ich fußball nicht wirklich verfolge: ein trainer sagt einem spieler nicht über die mailbox, daß er nicht mitspielt, da ruft man nochmal an. so viel anstand kann jeder erwarten.
    außerdem war wörns nicht nur für das nächste länderspiel nicht nominiert, er war es auch bei den ganzen letzten nicht. dazu gabs ja ein spiegelinterview… vielleicht nochmal nachlesen.


  5. (5) Kommentar by Jens @ 25. Februar 2006, 17:33 Uhr

    @Jens (der aus OWL):
    Nun ja, gerade vom Sprechen sollte man nicht reden – aber als Verteidiger ist er gut. Nenn mir doch mal einen besseren.

    @paulbrause:
    Diese Hinhalte-Taktik gab es seit mehreren Monaten. Erst wurde immer wieder lamentiert die Leistung müsse stimmen und man setze auf Stammspieler und als dann plötzlich beide Kriterien quasi eindeutig auf Wörns zuliefen, wurden sie weggewischt.

    @Dennis:
    Was dann? 😉

    @sicko:
    Ja, es ist ein Unding, das gerade ein Trainer der sich der Transparenz und Kommunikation verschrieben hat, das via Mailbox regelt – bzw. vorher der Journaille steckt, die dann dem Spieler das vorab mitteilen, der sich in den letzten Wochen und Monaten enorm engagiert (z.B. Extra-Trainings) hat.


  6. (6) Kommentar by Rayson @ 25. Februar 2006, 18:02 Uhr

    Da hat mal wieder einer die schwarz-gelbe Brille auf…

    Aber mal etwas defätistisch: Bei einem wirklich guten Spieler würde der Vereinstrainer fordern, ihn in der Nationalelf zu schonen und nicht dort einzusetzen…


  7. (7) Kommentar by Jens @ 25. Februar 2006, 18:28 Uhr

    @Rayson: Vielleicht bin ich ein kleines bißchen voreingenommen – aber nur gaaanz wenig. Außerdem: Sieht man mich sonst mit einer schwarz-gelben Brille?


  8. (8) Trackback by Pottblog @ 27. Februar 2006, 05:51 Uhr

    Klinsmann tritt in Sachen Wörns nach

    Was ich davon halte, das Christian Wörns nicht mehr Teil der Fußballnationalmannschaft ist und somit auch nicht zur kommenden WM im eigenen Land antritt, kann man hier lesen – oder aber in Kurzform: gar nichts!
    Natürlich gibt es auch Leute, die da…


  9. (9) Kommentar by toccato @ 27. Februar 2006, 13:41 Uhr

    Christian Wörns sollte sich nicht aufregen, sondern beim nächsten Interview einfach sagen: „Die 4 Monate (weil nichts aus der WM wurde), die Herr Klinsmann noch im Amt ist kann ich abwareten. Sein Nachfolger wird schon – wie jeder andere auch – wissen, dass man nicht an mir vorbeikommt!“


  10. (10) Kommentar by Jens @ 27. Februar 2006, 14:29 Uhr

    @toccato: Das wiederum ist etwas gehässig. 😉


  11. (11) Kommentar by berthold rückleben @ 27. Februar 2006, 23:10 Uhr

    hallo!
    es ist richtig das die art, wie klinsmann es dem wörns gesagt hat,falsch war, aber es ist absolut richtig das der wörns nicht mehr dabei ist. wir brauchen eine junge frische mannschaft, und keine „nichtfußballer“ denn der wörns hat keine technik , kein taktikverständniss, kann nur zerstören, wie es vor 30 jahren gewünscht war.
    heute wird moderner fußball gespielt, das heißt, die spieler müssen flexibel sein, das trifft auf wörns absolut nicht zu.

    berthold aus osnabrück


  12. (12) Kommentar by posner @ 28. Februar 2006, 00:45 Uhr

    tja. leider ist wörns – weit entfernt davon, ein Fußballgott zus ein! – doch der einzige Verteidiger, der derzeit weiß, wie man das Wort Zweikampf überhaupt buchstabiert: Huth, Sinkiewicz – was soll man mit denen?
    Tatsächlich ist dovh die Selbsteinschätzung von Wörns, ein Imageproblem zu haben, sehr richtig. Und Klinsmann nutzt das für ein sehr billiges Machtwort. Denn wie sein letzter Schlenker: „ach ne, ich will doch keine Stammspieler..“ belegt, hat er sich doch schon längst auf Huth etc. festgelegt, meiner Meinung nach nur, um ein irgendwie eigens Profil zu zeigen. Das hat aber mit der Leistung auf dem Platz dann wirklich nichts mehr zu tun! Denn in der derzeitigen Form müsste Wörns in die erste Elf!


  13. (13) Kommentar by michael @ 2. März 2006, 04:42 Uhr

    Jetzt hat Herr Klinsmann den Salat,und Wöhr kann froh sein,dass er nicht bei dieser Peinlichkeit dabei war.Aber Klinsmann hat bestimmt weder den Durchblick noch die mentale grösse seinenFehler zu revidieren


  14. (14) Kommentar by Klaus Acht @ 2. März 2006, 12:38 Uhr

    Ich glaube, Wörns und Klinsmann haben noch ein Proiblem aus der gemeinsamen aktiven Zeit in der Nationalmannschaft aufzuarbeiten. Wenn man nach dem Leistungsprinzip urteilen will, dann hätte Wörns eine Chance verdient gehabt. Und Mailbox hin oder her, unpopuläre Entscheidungen sagt man sich direkt ins Gesicht. Nur dann hätte Klinsmann sein Gesicht gewahrt. Wörns kann ich gut verstehen, er ist alt genug sich nicht für dumm verkaufen zu lassen. Die anderen jungen Burschen trauen sich doch nicht den Mund aufzumachen, so sehr wurden sie eingeschüchtert. Aber das Problem Klinsmann wird sich in 4 Monaten ja gelöst haben, es ist nur schade, daß die Nationalelf dann nichts mehr mit der Vergabe des WM-Titels zu tun haben wird. Aber Klinsi wird das dann wieder schön reden(wir waren absolut auf dem richtigen Wege etc.)
    Langsam geht uns allen das dumme Grinsen auf den Wecker, und die sogenannten Fachleute (Breitner, Netzer, Beckenbauer) grinsen dann einfach mit.


  15. (15) Kommentar by Heinzi @ 13. März 2006, 16:36 Uhr

    Kritik an der WM2006 ist untersagt!
    D.h.:
    Die Kartenvergabe ist prima(Keine VISA Karte,keine Eintrittskarte).
    Die Sicherheitsmaßnahmen sind prima(Alle Bundesbürger und vor allem Touristen sind pauschal Terroristen).
    Der Bundestrainer ist prima(Kann keine Kritik
    vertragen,benimmt sich wie Brot).
    Der DFB ist prima(Verbietet `mögliche`Plakate gegen Klinsmann und andere im Stadion).

    Was ich besonders gut finde: WM2006 sehe ich mir nicht an.
    Vielen Dank an alle, die mir diese Entscheidung
    abgenommen haben.


  16. (16) Kommentar by Jens @ 13. März 2006, 17:21 Uhr

    @Heinzi:
    Ganz so kritisch würde ich es nicht sehen… ich schaue mir die WM 2006 trotz mancher, mir nicht gefallender, Entwicklungen an.


  17. (17) Kommentar by nille @ 7. April 2006, 10:21 Uhr

    Ach, ich finde jetzt fängt der Herr Wörns an, „sich wie ein Mädchen auf dem Boden rumzurollen und zu weinen, dabei habe ich ihn doch nur so´n bißchen berührt“….
    Sein Interview in den Ruhr Nachrichten, ist doch total durchsetzt mit Vermutungen und Behauptungen, die er so fühlt, oder sich so erdenkt. Entweder klare Fakten, oder Klappe halten. Meine Unterstützung und Zustimmung, die er von allen Seiten spüren will, hat er nicht. Er nervt schon.


  18. (18) Kommentar by blumenauer @ 31. Dezember 2007, 17:12 Uhr

    Ich hätte Wörns für Friedrich und Kurany für Podolski mitgenommen, dann wären wir heute Weltmeister, aber der Schwabe K. wusste halt alles besser….


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