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Jens Matheuszik — 10. Januar 2006, 22:33 Uhr

Premiere – so kann man auch seine Kundenzahlen hoch halten


Meine Premiere-SmartcardIm Dezember 2005 habe ich mein Abonnement von Premiere gekündigt.

Das ganze läuft noch bis Ende Februar 2006 – und da wollte ich deutlich vor der Kündigungsfrist von sechs Wochen das ganze über die Bühne bringen. Doch so einfach wie ich mir das vorstellte scheint das nicht zu sein:

(Sorry… der Text der folgt ist etwas länger… aber ich kann ja nichts dafür, dass Premiere mich nicht so einfach kündigen lässt…)


Nachdem ich vor vier Tagen noch keine Reaktion hatte, schaute ich mal im Internet bei der Post nach und stellte fest, dass meine Kündigung seit dem 29.12.2005 beim zuständigen Postamt bereit liegt, aber anscheinend noch nicht abgeholt wurde.
Da stellte ich mir die Frage, ob Premiere mich nicht kündigen lassen will… daher habe ich das ganze dann noch einmal per eMail am 6. Januar 2005 bestätigt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 27.12.2005 habe ich mein Ende Februar 2006 auslaufendes Premiere-Abonnement bei Ihnen schriftlich und per Einschreiben gekündigt – den Wortlaut finden Sie am Ende dieser eMail. Dieses Kündigungsschreiben liegt laut Auskunft der Deutschen Post seit dem 29.12.2005 in der Postfiliale (Am Neumarkt 40, 22041 Hamburg) zur Abholung bereit.

Daraufhin rief ich heute die Premiere-Hotline an, wo man mir erklärte, dass bisher keine Kündigung vorliegt. Ich sagte darauf hin, dass dies darin liegen könne, dass laut der Auskunft der Deutschen Post mein Brief „zur Abholung bereit“ liegt – also Premiere diesen Brief bisher gar nicht abgeholt hat.

Wir haben heute den 06.01.2006 – seit dem 29.12.2005 sind mehrere Werktage vergangen – Sie hätten also reichlich Gelegenheit gehabt mein Schreiben bzw. allgemein die an Sie gerichtete Post abzuholen.

Da man das Premiere-Abonnement sechs Wochen vor Ende der Laufzeit schriftlich kündigen muss, habe ich die Kündigung schon deutlich eher geschrieben, damit ich rechtzeitig auch von Ihnen eine entsprechende Bestätigung erhalte.

Seitens der Hotline erklärte man mir, dass ich gerne an die eMail-Adresse von Premiere schreiben könne, damit der „Sachverhalt“ aufgenommen werden kann. Daher schreibe ich Ihnen jetzt – und fordere Sie auf meine Kündigung mir gegenüber schriftlich (nicht nur via eMail!) an meine o.g. Adresse zu bestätigen.

Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen,

Jens Matheuszik

Der Sachbearbeiter, der mir sagte ich solle ruhig das per eMail noch einmal schreiben, gab an, er würde auch einen Vermerk in mein Kundenkonto schreibe, dass ich kündigen will.

Auf diese eMail habe ich bisher nur eine automatische Rückantwort bekommen, in der u.a. folgendes steht:

Vielen Dank fuer Ihre Nachricht!

Das Aufkommen von Anfragen per E-Mail und Telefon uebertrifft zurzeit unsere Erwartungen. Bitte entschuldigen Sie deshalb die eingeschraenkte Erreichbarkeit unserer Kundenberater und haben Sie bitte Geduld, falls unsere Antwort etwas laenger dauert als gewohnt. Wir bitten Sie ausserdem herzlichst, keine weiteren Nachfragen auf bislang unbeantwortet gebliebene E-Mails schriftlich oder telefonisch an uns zu richten. Seien Sie versichert, dass wir Ihr Anliegen so schnell wie moeglich bearbeiten.

Natürlich bin ich nachsichtig – aber ich verzichte dennoch nicht herzlichst darauf zu agieren, wenn Premiere auf meine Kündigung nicht reagiert…

Da ich bis zum heutigen Tag noch keine Reaktion erhalten habe, schaute ich als erstes heute mal wieder bei der Post und dem Sendungsstatus ‚rein:

Die Sendung lag seit dem 29.12.2005 in unserer Filiale Am Neumarkt 40, 22041 Hamburg zur Abholung bereit. Leider konnten zu dieser Sendung keine weiteren Informationen gefunden werden.

Das ist weder Fisch noch Fleisch – ich denke wenn die Sendung normal abgeholt worden wäre, würde das anders bezeichnet werden.

Daraufhin rief ich wieder bei der ganz normalen Premiere-Hotline an.

Nachdem ich dort meine Kundennummer via Telefontastatur eingegeben hatte, bekam ich die große Auswahl an Tastenoptionen:
Ich hätte entweder die salbungsvollen Worte von Dr. Kofler zur Fußball-Situation bei Premiere hören können, oder aber etwas zu Eurosport (wahrscheinlich wg. des neuen Sendeplatzes ab dem 01.01.2006) oder aber Pay-per-view-Filme buchen können, oder aber Fragen zu meiner PIN klären usw.usf. – ein persönlicher Ansprechpartner wurde jedoch mit keiner Option angekündigt… erst dachte ich, ich hätte diese Option überhört, doch auch nach dem kompletten Durchlauf „Drücken Sie die 1, wenn Sie …“ – kein persönlicher Ansprechpartner, den ich per Taste anwählen konnte.

Da das nicht klappte rief ich noch einmal bei der selben Telefonnummer an – gab mich jedoch nicht als Premiere-Kunde aus, in dem ich halt keine Kundennummer eingab, sondern via Tastenoption Interesse an Premiere anmeldete. Und flugs hatte ich eine Premiere-Mitarbeiterin an der Strippe…

Der erklärte ich, warum ich anrief und die Dame schaute in mein Konto und sagte dann (sinngemäß):

„Eine Kündigung ist hier nicht verzeichnet.“

Ah ja… vielleicht hatte der Kollege von vor ein paar Tagen ja das einfach nur vergessen. Oder aber er hat sich verklickt… vielleicht hat er es ja aus Versehen so eingestellt, dass ich – nach Eingabe meiner Kundennummer – an der Hotline keinen persönlichen Ansprechpartner mehr bekomme… wer weiß das schon? ;)

Daraufhin sagte ich der Mitarbeiterin, dass ich inzwischen schon zweimal gekündigt habe, einmal per Brief und einmal bestätigend dazu per eMail und ich jetzt gerne eine schriftliche Bestätigung von Premiere hätte, da in Kürze meine Kündigungsfrist endet. Das was Sie daraufhin mir sinngemäß sagte, fand ich ja noch witziger:

„Haben Sie Zugriff auf ein Fax-Gerät und können da was ‚rüberfaxen?“

Daraufhin erklärte ich ihr, dass ich es beim besten Willen nicht einsehe die Kündigung ein drittes Mal (diesmal per kostenpflichtigem Fax) zu übersenden. Hierauf ruderte sie dann ein wenig zurück und erklärte, dass ich mit dem Einlieferungsbeleg meines Einschreibens ja sowieso auf der sicheren Seite wäre (warum soll ich dann nochmal faxen?) und gar nichts passieren könne.

Ich schloss dann mit den Worten, dass ich jetzt innerhalb von sieben Tagen eine schriftliche Bestätigung haben will, ansonsten wird sich mein Anwalt darum kümmern.

Aktualisierung: Nachfolgend der Verlauf meiner Kündigung in mehreren Akten…

Akt 1: Kündigung bei Premiere
Akt 2: Will Premiere mich nicht kündigen lassen?
Akt 3: Premiere – so kann man auch seine Kundenzahlen hoch halten
Akt 4: Post von Premiere: Neues zur Kündigung?
Akt 5: Kündigungen von anderen akzeptiert Premiere…
Akt 6: Post von Premiere zu meiner Kündigung
Akt 7: Mein Abschied von Premiere – endlich erfolgreiche Kündigung
Akt 8: Vertragsrelevante Unterlagen – Post von Premiere nach meiner Kündigung
Akt 9: Nach der Kündigung von Premiere
Akt 10: „Ihr großer Coup bei Premiere“ – Nachwehen meiner Kündigung


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