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Jens Matheuszik — 6. Januar 2006, 19:27 Uhr

Will Premiere mich nicht kündigen lassen?


Premiere-Kündigung-Einschreibenstatus
Vor einigen Tagen habe ich mein Premiere-Abonnement gekündigt.

Bei der Post sagte man mir noch (sinngemäß):

„Gut, dass Sie per Einschreiben kündigen. Bei Premiere gibt es da häufig Probleme. Selbst bei Einschreiben sagen die manchmal, dass da nur ein leerer Brief angekommen wäre, denn mit einem Einschreibenbeleg weisen Sie ja nur nach, dass was abgeschickt wurde bzw. angekommen ist. Mehr nicht.“

Nicht gerade beruhigend – aber ich war zu Hause froh, als ich entdeckte, dass man bei der Post auch den Status von verschickten Sendungen abfragen kann. Genau das habe ich gemacht. Ergebnis: siehe obiges Bild (draufklicken zum Vergrößern).

Seit dem 29.12.2005 liegt also meine Kündigung zur Abholung in der Postfiliale Am Neumarkt 40 in 22041 Hamburg bereit. Das heißt auf gut deutsch: Die haben das noch gar nicht abgeholt.

Da bekommt folgender Punkt aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen ja eine ganz neue Dimension:

6.3 Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es auf den Eingang beim anderen Vertragspartner an.

Klar kann man sich vorstellen, dass über die Feiertage vielleicht etwas Stress ist und auch bei den Vorbereitungen zur Silvester-Feier keine Lust hat die Post abzuholen – aber bis heute hätte man das ja wohl schaffen können.

Also rief ich gerade bei der Hotline an und musste mir sagen, dass eine Kündigung noch nicht vorliegt. Worauf ich dann entgegnete, dass das kein Wunder ist, da Premiere ja den Brief nicht abholt. Ich solle mich noch ein wenig gedulden und dann klappt das ganz sicher – so wird es mir versichert. Nun ja, ob man darauf was geben kann?

Auf meine dahingehend geäußerte Sorge erklärte der Service-Mitarbeiter, dass ich ja ganz sicher sein könne, da ich ja schließlich die Bestätigung der Absendung hätte. Ah ja – ob mir das hilft, wenn Premiere im Zweifelsfall sagt: „Nada! Nix angekommen!“?

Daher frage ich nach, ob ich ggf. das ganze noch per eMail verdeutlichen könne, worauf er mir sagt, dass ich das könne und weiter (sinngemäß):

„… schreiben Sie uns, dass wir den Brief abholen sollen“!

Ah ja – bin ich jetzt also auch dafür da, Premiere mitzuteilen, dass die ihre Post abholen müssen?

Vielleicht haben die ja deswegen keine Fußballrechte mehr bekommen, weil man denen vergessen hat mitzuteilen, dass man da mitbieten muss…

Aktualisierung: Nachfolgend der Verlauf meiner Kündigung in mehreren Akten…

Akt 1: Kündigung bei Premiere
Akt 2: Will Premiere mich nicht kündigen lassen?
Akt 3: Premiere – so kann man auch seine Kundenzahlen hoch halten
Akt 4: Post von Premiere: Neues zur Kündigung?
Akt 5: Kündigungen von anderen akzeptiert Premiere…
Akt 6: Post von Premiere zu meiner Kündigung
Akt 7: Mein Abschied von Premiere – endlich erfolgreiche Kündigung
Akt 8: Vertragsrelevante Unterlagen – Post von Premiere nach meiner Kündigung
Akt 9: Nach der Kündigung von Premiere
Akt 10: „Ihr großer Coup bei Premiere“ – Nachwehen meiner Kündigung


10 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Bernd @ 6. Januar 2006, 19:43 Uhr

    Netter Verein.

    Traurig (für Premiere zumindest) ist ja eigentlich, daß Premiere wohl sogar das höchste Gebot für Pay-TV abgegeben hat – aber die DFL sich schließlich entschieden hat, ein Paket zu nutzen, bei dem Premiere eben überboten worden ist.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 6. Januar 2006, 20:51 Uhr

    Na ich lass mich überraschen, ob die dich aus den Vertrag lassen! Laut Premiere sei eine vorzeitige Kündigung des Vertrages nämlich nicht möglich und der entsprechende § der AGB würde noch nicht greifen!


  3. (3) Kommentar by McSilent @ 6. Januar 2006, 21:54 Uhr

    Für Kündigungen etc. ist eigentlich das Einwurfeinschreiben besser. Da unterschreibt nicht der Empfänger, sondern der Postbote, und zwar dann, wenn er es in den Briefkasten geworfen hat. So habe ich das zumindest irgendwann mal von einem Wirtschaftsrechtsdozenten erklärt bekommen.


  4. (4) Trackback by @ 7. Januar 2006, 06:45 Uhr

    Wie man Premiere kündigt

    Der Pottblogger mag Premiere nicht mehr haben und hat deshalb per Einschreiben gekündigt. Premiere will des Pottbloggers Kündigung aber nicht haben. Weshalb das Brieflein seit dem 29.12.2005 zur Abholung in der Postfiliale Am Neumarkt 40 in 22041 Ham…


  5. (5) Kommentar by Jens @ 7. Januar 2006, 13:08 Uhr

    Jens:
    Das ist keine vorzeitige Kündigung – das ist eine reguläre zum Ende des Abonnements Ende Februar 2006.

    McSilent:
    Die von der Post hat mir das so empfohlen.


  6. (6) Trackback by Pottblog @ 12. April 2006, 04:44 Uhr

    Premiere – so kann man auch seine Kundenzahlen hoch halten

    Im Dezember 2005 habe ich mein Abonnement von Premiere gekündigt.
    Das ganze läuft noch bis Ende Februar 2006 – und da wollte ich deutlich vor der Kündigungsfrist von sechs Wochen das ganze über die Bühne bringen. Doch so einfach wie ich mir das …


  7. (7) Kommentar by michael pott @ 12. Januar 2007, 12:56 Uhr

    Premiere Vertrag kuendigen ist zumindest fuer Leute die im Ausland arbeiten, sprich Grenzgaenger, relativ einfach. Einfach sagen dass man berufsbedingt ins Ausland ziehen muss. Alles was Premiere dann verlangt ist eine Bestaetigung. Ich habe mir von meinem Arbeitgeber einfach eine Arbeitsbeschaeftigung geben lassen.

    Premiere hat mich sofort gekuendigt und dass obwohl der Vertrag noch 8 Monate gelaufen waere.

    Gruss,
    micha


  8. (8) Kommentar by michael pott @ 12. Januar 2007, 12:56 Uhr

    Ups, ich meinte natuerlich Arbeitsbescheinigung. *gg*


  9. (9) Trackback by Pottblog @ 29. Januar 2007, 18:00 Uhr

    Mit Postkutschen durch’s wilde Ruhrgebiet – oder wie man von Dorsten nach Bochum 24 Tage benötigt……

    Kürzlich habe ich bei einem Internet-Anbieter etwas bestellt. Genauer gesagt ein paar Sachen, von denen ein Teil nur vorbestellbar, da noch nicht lieferbar, war.
    Inzwischen ist das eine Teil auch lieferbar und ich wurde ordentlich via eMail inform…


  10. (10) Pingback by the boy in the bubble » Blog Archive » Premiere-Kündigung: Penetranz lohnt sich @ 12. Oktober 2008, 13:08 Uhr

    […] sich bei diesem Vorgehen um die Standardtaktik von Premiere zu handeln: Die erste Kündigung wird anscheinend grundsätzlich ignoriert, die zweite dann akzeptiert. Asi ist das […]


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