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Jens Matheuszik — 31. Dezember 2005, 13:49 Uhr

Was haben Heidi Klum und das Sozialgericht Bremen gemeinsam?


Eigentlich könnte man meinen, dass Heidi Klum Günther Klum (Vater von Heidi Klum) und das Sozialgericht Bremen bzw. dessen Direktorin Renate Holst nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben.

Bis auf die Tatsache, dass beide anscheinend keine Ahnung vom Internet haben:

Heidi Klum und der Werbeblogger:
Der Werbeblogger berichtet aktuell, dass er von Günther Klum angeschrieben wurde und den gesetzlich geschützten Namen aus der URL entfernen soll. Dabei handelt es sich hier nur um einen Bericht über Heidi Klum und sowas ist hierzulande wohl immer noch erlaubt. Eine juristische Einschätzung der Sachlage findet sich unter anderem hier.

Das Sozialgericht Bremen und der Shopblogger:
Der Shopblogger hat Behördenpost bekommen. Weil in einem Eintrag des Shopbloggers das Sozialgericht Bremen erwähnt wird (er hatte dort einen Termin) hat Google das ganze auch unter den Top 10-Treffern für Sozialgericht Bremen aufgelistet. Wahrscheinlich vor allem auch, weil die Internet-Präsenz des Sozialgerichtes Bremen wirklich schlecht für Suchmaschinen zu finden ist.

Statt die Internet-Seiten des SG Bremen zu verbessern hat die Direktorin des SG Bremens höchstselbst den Shopblogger ermahnt, das doch bitte zu beenden, da angeblich der Tatbestand der Namensanmaßung nach § 12 BGB erfüllt wäre. Sie fordert daher eine Änderung der Seiten, droht mit gerichtlichen Schritten (erfüllt das den Tatbestand der Erpressung?) und schließt mit:

„Eine umgehende Erledigung meines berechtigten Verlangens bitte ich vorzunehmen.“

Bessere Suchergebnisse mit GoogleAh ja… also erstmal sollte das Sozialgericht Bremen vielleicht erstmal selber versuchen seine Website zu verbessern – einen passenden Buchtipp habe ich beigefügt… ansonsten würde ich vorschlagen, dass Papa Klum und Direktorin Holste mal gemeinsam einen VHS-Kurs zum Thema „Internet und Suchmaschinen“ besuchen.

Auch hierzu gibt es eine juristische Einschätzung.

Osnabrück dürfte ziemlich genau in der Mitte zwischen Bremen und Bergisch-Gladbach liegen und sich daher anbieten.

PS: Das ganze wird noch surrealer – ich lese gerade, dass gerade besagte Gerichtsdirektorin in einem Zeitungsinterview auf die Frage nach drei freien Wünschen sich für folgendes ausspricht:

„Mehr Toleranz auf allen Ebenen und in allen Ländern.“


9 Kommentare »

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