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Jens Matheuszik — 5. November 2005, 21:05 Uhr

Von dem Problem ein Gästebuch zu kaufen


Tja, da hatte ich den Auftrag ein Gästebuch zu kaufen. Nein, keines für den Computer – sondern eines so richtig in echt, mit Papierseiten, einem Einband usw.
Bei einem runden Geburtstag sollte das für die Gäste ausliegen, damit die Gäste dort ein paar Worte hineinschreiben können.

Das Einkaufen war gar nicht so einfach – zwar hatte gleich der erste Laden (Karstadt) diverse Exemplare – von häßlich über schlicht hin zu teuer, gekrönt durch die Kombination von teuer und unscheinbar.
Ich frage mich auch, wer für ein absolut unscheinbar wirkendes Exemplar (konnte man fast mit einem langweiligen Kalender verwechseln) an die 50,- Euro ausgibt.

Nun ja, raus aus Karstadt und rein in den nächsten Laden. McPaper – klingt ja schon nach einem Experten für Papier und dergleichen, aber leider gab es da nicht ein einziges Gästebuch. Nun denn, man gab mir dann noch den Tipp es mal bei Baedeker auszuprobieren – doch dort fand ich mich vor lauter 2006-Kalendern kaum zurecht. Die an der Kasse befragte Verkäuferin wies mich auch drauf hin, dass ich es mal bei dem kleinen Schreibwarengeschäft an der Ecke ausprobieren solle, bevor ihr eine Kollegin ins Wort fiel „Wir haben doch welche im Obergeschoss!“.
Nun, im Obergeschoss schaute ich noch mal, fand nichts, fragte dort erneut nach und bekam drei Exemplare gezeigt wo auch die Verkäuferin schon meinte, dass die Auswahl nicht wirklich toll war. Nun denn… auf ins vierte Geschäft.

Der kleine Schreibwarenladen an der Ecke sah vom Äußeren nicht gerade vielversprechend aus, da ich mich fragte, wo die Gästebücher haben sollten. Belustigt stellte ich fest, dass als Bewegungsmelder eine Stockente heftig quakte als ich reinging. Die junge Verkäuferin hinter dem Tresen erwiderte auf meine Frage nach einem Gästebuch nicht mit dem von mir erwarteten „Ham wa nich“ sondern kramte und kramte in einem hinteren Regal…
… und nach einiger Kramerei war sie fündig und hatte gleich diverse Gästebücher präsentiert, von denen zwar einige auch in die Kategorie „teuer und unscheinbar“ fielen, aber diverse Exemplare wirklich sehr schön aussahen, so dass ich dann doch noch die Qual der Wahl hatte.

Im Endeffekt wurde es dann ein recht schön gestaltetes Exemplar für 15,- Euro – blauer Einband mit Struktur und vorne noch (unter einer hervorgewölbten Glasscheibe) ein paar Trockenblumen. Sieht wirklich schön aus!

Was lernt man daraus: Manchmal lohnt es sich auch im Einzelhandel zu kaufen!


1 Kommentar

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  1. (1) Kommentar by Andi @ 6. November 2005, 09:30 Uhr

    Da hast du wirklich Recht. Der gute alte Einzelhandel ist oft die bessere Wahl. Auch wenn es dort keine Dumping-Angebote gibt, gute Preise kann man auch im Einzelhandel finden.


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