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Jens Matheuszik — 31. Oktober 2005, 18:46 Uhr

Das ist nicht meine Partei!


Andrea Nahles
Danke Nahles! (* und **)

* = Das Genossen-Du entfällt ab sofort für diese Person.
** = Da ich für die Gleichberechtigung bin schreibe ich nie z.B. „Frau Merkel“ sondern stets nur den Nachnamen, denn da heißt es ja auch „Schröder“ und nicht „Herr Schröder“

Ich persönlich habe die Ambitionen von Andrea Nahles auf den Posten des Generalsekretärs der SPD von Anfang an eher abgelehnt.

Der Generalsekretär muss – gerade wenn man eine schwierige Regierungskoalition eingeht – vom Anforderungsprofil vor allem eines besitzen: Bedingungsloses Vertrauen durch den Parteivorsitzenden. Schließlich ist der Generalsekretär die rechte Hand des Parteivorsitzenden und wenn dieser aufgrund der (geplanten) Regierungsarbeit sich weniger um die Partei an sich kümmern kann, gerade dann muß man einen Generalsekretär im Willy-Brandt-Haus sitzen haben, dem man vertrauen kann und bei dem nicht die Gefahr droht, dass eigene Egotrips die Interessen der Partei überlagen.

Da Franz Müntefering als Parteivorsitzender logischerweise das das Wohl der Partei im Auge hat, hat er sich folgerichtig gegen Andrea Nahles und für Kajo Wasserhövel ausgesprochen.
Das Nahles nicht unbedingt gerade für geeinte SPD steht, dürften selbst ihre glühenden Befürworter akzeptieren, da die Nahles mehr polarisiert als eint. Wenn sie sich mal inhaltlich äußert, dann ist das auch nicht unbedingt fundiert – ein Grund warum ich das obige Banner von Valentin hier eingebaut habe, welches auch bei Nobbi schon zu sehen ist.

Wer daran zweifelt, ob die Nahles wirklich geeignet ist, sollte sich einfach mal das von Nahles maßgeblich mit beeinflußte Mitgliederbegehren gegen die per Parteitagsbeschluss beschlossene Reformpolitik wieder in Erinnerung rufen.

Das hat sicherlich auch Müntefering nicht vergessen und sie deswegen NICHT unterstützt.

Wenn jetzt – aufgrund der persönlichen Egotour der Pfälzerin (da kommen mir ja Analogien…) – der Parteivorstand diese Entscheidung des Parteivorsitzenden nicht akzeptiert, dann ist es leider nur folgerichtig, dass Müntefering zurücktritt. Wobei sicherlich ein Großteil der Vorstandsmitglieder das gar nicht wollte – nur manchmal geht auch was in Flammen auf, wenn man zündelt!

Und diesen Mist hätte man der SPD und auch Deutschland ersparen können!
Wer von den jüngeren Genossen unbedingt an die Schaltstellen der Macht will – hey, es war doch klar, dass Müntefering nicht mehr so lange – nach Jahren gemessen – aktiv bleibt. Aber nein, hier mußte mal wieder die Sozialdemokratie zeigen, das sie am besten dabei ist, wenn es darum geht eigene Führungspersönlichkeiten zu demontieren.

Zweifelt jetzt noch jemand an den Gründen Gerhard Schröders für das Mißtrauensvotum? Dieser begründete dieses ja damit, dass er für seinen Reformkurs keine Mehrheit mehr in der SPD sieht. Heute wurde das ganz deutlich. :(

So langsam ist das nicht mehr meine Partei.


5 Kommentare »

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