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Jens Matheuszik — 18. September 2005, 23:38 Uhr

Wahlbeisitzer


Wahlurne
Am heutigen Sonntag war ich Wahlhelfer (ab 13.00 Uhr). Als Wahlhelfer erlebt man dann doch so einige lustige Sachen.

Da die Wahlhandlung wie auch die Auswertung öffentlich ist, ist es sicherlich auch möglich etwas darüber zu schreiben – abgesehen davon, dass ja nichts von dem was ich berichte einer individuellen Person zugeordnet werden kann.

Um 13.00 Uhr, als ich anfing, war gerade nicht viel los – wobei aber schon rund 40 % der Wähler gewählt hatten. Die meisten Wähler kamen zwischen 15.00 und 17.00 Uhr. Eigentlich lief alles relativ problemlos – witzig war es nur, wenn bei Familien ein männliches Familienmitglied aus Versehen die Wahl(benachrichtigungs)karte einer weiblichen Verwandten mitnahm. Sowas konnte man dann leider nicht tolerieren – aber durch die Vorlage des Personalausweises ging es dann ja doch.

Auch sollte man als Wähler die Wahlkarte zur Bundestagswahl mitnehmen – und nicht die zur Landtagswahl… denn dann gibt es Probleme, wenn man versucht unter der Landtagswahlnummer den Wähler im Bundestagswahlverzeichnis zu finden.

Kurz vor 18.00 Uhr habe ich dann das mitgebrachte Radio angemacht – nicht nur um die erste Prognose zu hören, sondern primär auch um die amtliche Uhrzeit von 18.00 Uhr zu hören – denn zu diesem Zeitpunkt wird der Wahlraum kurz geschlossen, die Wahlhandlung beendet und nachdem dann sofort die Tür wieder geöffnet wird beginnt die Auszählung die natürlich auch öffentlich ist.

Bei der Auszählung gibt es viele Regeln die es zu beachten gilt – erst nur die Stimmzettel wo Erst- und Zweitstimmen für die selbe Partei erzielt sind und erst dann den Rest. Natürlich wird jeder Stapel mindestens einmal gezählt – man will ja auf Nummer Sicher gehen.

Lustig wird es dann, wenn man zu den Stimmzetteln kommt, wo die Erst- und die Zweitstimme differieren: Klar, taktische Wähler (Erststimme CDU bzw. SPD und dann die Zweitstimme FDP bzw. Grüne) sind nicht unbekannt. Aber wenn man dann irgendwelche Kleinparteien (aus der Kategorie „Sonstige“) mit der Zweitstimme und mit der Erststimme die FDP oder die Grünen wählt, dann erscheint das wenig zielführend.

Noch kurioser wird es, wenn sich die Erst- und Zweitstimme eigentlich widersprechen:
Es mag ja vielleicht Freunde der großen Koalition geben, demnach kann man dieses Ergebnis in der Theorie verstehen – aber was Kombinationen von NPD/SPD, FDP/NPD, Die Linke/CDU, Grüne/FDP sieht, dann fragt man sich doch, was der Wähler oder die Wählerin damit sagen will.

Interessant sind auch die ungültigen Stimmen wenn dort dann Begründungen zu finden sind:
Wenn jemand auf dem Stimmzettel keine Kreuze macht aber im freien Bereich die Frage stellt, welche Partei noch für Werte statt für Wachstum steht. Dabei hätte man doch die PBC wählen können… 😉


1 Kommentar »

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  1. (1) Kommentar by Jens @ 19. September 2005, 03:16 Uhr

    Naja solange ihr richtig gezählt habt :-)

    Bei uns im Wahlkreis hat es mal wieder ne „Panne“ gegeben. In einer Gemeinde haben die sich irgendwie verzählt, die hatten zunächst Wahlzettel zuviel *g*

    Die haben die ganzen Stimmzettel nun nochmal nachgezählt und es dauerte Stunden bis erst das Endergebnis feststand und unser Kandidat das Direktmandat gewonnen hat!


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