Anfang Mai 2013 findet wieder die re:publica statt, jetzt bereits zum zweiten Mal in der Station Berlin als Veranstaltungsort, der sich letztes Jahr eigentlich bewährt hatte (ich befürchtete aufgrund bisheriger Erfahrungen schlimmes, was sich jedoch nicht einstellte).
Nachdem ich letztes Jahr keines der Blogger-Tickets erhalten konnte1, wollte ich dieses Mal schon ein Blogger-Ticket erwerben und war dementsprechend vorbereitet.
Zum geplanten Verkaufsstart gab es jedoch erstmal nichts und dann geisterte ein falscher(!) Link zur Buchungsplattform Amiando herum, der zu einer “Entwurfsseite” zum Ticketverkauf zur re:publica 2013 führte. Das war natürlich ein plausibler Link, da Amiando in der Vergangenheit schon für die re:publica genutzt wurde.
Hier war dann hektisches Reloading an der Tagesordnung, aber der Entwurfshinweis verschwand leider nicht…
Kurze Zeit später geisterte dann bei Twitter ein Link zur niederländischen Plattform paylogic.nl herum, der auch von offiziellen re:publica-Accounts genutzt wurde. Warum die normale re:publica-Seite noch nicht aktualisiert wurde2, bleibt ein Geheimnis der Macher, aber die Angst einzelner, die nicht einfach bei irgendwelchen unbekannten niederländischen Plattform Zahlungsdaten eingeben wollten, ist schon recht begründet.
Es stellte sich dann heraus, dass kurzfristig die Ticketplattform von Amiando zu Paylogic gewechselt wurde. Wahrscheinlich hat Paylogic in dem Moment so viele Anmeldungen aus Deutschland bekommen wie noch nie zuvor.
Erst einmal zeigte sich, dass die Website von Paylogic mobil aufgerufen nicht wirklich komfortabel ist – der “Weiter”-Link unten rechts, der beim Scrollen dahin gerne die Position wechselte, war schon etwas nervig.
Kritisch wurde es dann bei der Bezahlung für einige, unter anderem mich:
Die verifizierte Zahlung mit Visa-Karte schlug fehl. Normalerweise werde ich bei entsprechender Zahlung im Internet noch zusätzlich um Eingabe einer mobilen TAN gebeten. Dafür werde ich dann normalerweise auf eine entsprechende Seite umgeleitet, wo ich die mir via SMS übermittelte mTAN eingeben kann.
Das klappte bisher problemlos – nur bei Paylogic nicht. Zwar war meine Bestellung dort verzeichnet, der Zahlstatus jedoch nicht abgeschlossen.
Einige andere Leidensgenossen informierten sich bei der Hotline und erfuhren, dass bei nicht erfolgter Zahlung das Ticket wieder freigegeben wird und man selber es nochmal probieren sollte! Eine nachträgliche Änderung der Zahlungsart ist bei Paylogic nicht möglich, was sehr schade ist, denn dadurch hat man anscheinend keine Chance mehr sein bereits bestelltes Ticket doch noch zu bezahlen.
Die Hotline-Aussage stimmte übrigens – nach einer gewissen Zeit werden solche Tickets, bei denen die Zahlung nicht durchgeführt wurde, automatisch storniert.
Während ich zwischenzeitlich (ich hoffte ja auf Stornierungen!) immer wieder die Tickets-Seite aufrief, bekam ich einmal eine Ansicht zu sehen, wonach nur noch Tickets zu 500 € verfügbar seien. Zu dem Zeitpunkt verabschiedete ich mich schon innerlich von der re:publica XIII…
Einige Zeit später gab es jedoch wieder Bloggertickets und ich war erfolgreich – wie man u.a. am abgebildeten Apple Passbook-Ticket sehen kann.
Das war jedoch ein zweites Ticket, welches ich gleich via Paypal bezahlte. Das ursprüngliche mit Kreditkarte wurde zwischenzeitlich übrigens storniert, was mir per Mail mitgeteilt wurde. Direkt nach der Stornierung konnte man übrigens wieder Bloggertickets bekommen – ich vermute mal, dass da einige Tickets wieder freigegeben worden sind.
Konstruktive Kritik am Ticketing zur re:publica XIII
Erstmal möchte ich die Organisatoren der #rp13 loben:
Die frühzeitige Bekanntgabe des Verkaufsstarts ist sehr gut gewesen – dann kann man besser planen!
Auch das man sein Ticket via Apple Passbook mit seinem iOS-Gerät mitnehmen kann ist toll!
Das alleine rechtfertigt bei so einer Veranstaltung schon den Anbieterwechsel (da Amiando das wohl bis heute nicht hinbekommt). Nur: Ein Anbieter, bei dem es bei Kreditkarten-Zahlung zu Problemen kommt, ist ein No-Go! Das man nachträglich die Zahlungsweise nicht ändern kann ist auch eher suboptimal.
Nach schlechten Erfahrungen bei Amiando mit Paypal3 ist eigentlich die Kreditkartenzahlung für solche Tickets am besten – aber nur, wenn der Anbieter das mit den Kreditkarten richtig macht…
Insofern schade, dass man im Rahmen des re:publica-Ticketings am Beta Alpha-Test von Paylogic teilnehmen musste…
Im Endeffekt hat es dann ja doch noch mehr oder weniger4 geklappt, auch wenn es ein holpriger Start war. Jetzt muss ich nur noch versuchen den re:publica-Termin in Einklang mit meinen Terminkalender zu bekommen.
Gesammelte Tweets und mehr in Sachen Ticketing zur re:publica XIII
Ich habe mal die Beiträge insbesondere bei Twitter in Sachen Ticketing bei der re:publica XIII gesammelt. Das ist natürlich eine subjektive Auswahl und die “Ich habe ein Ticket für die #rp13!”-Tweets hätten sicherlich noch öfter auftauchen müssen, um das ganze repräsentativer zu machen.
weil ich zum Zeitpunkt des Verkaufsbeginns nicht in der Lage war zu bestellen – es gibt auch Offline-Phasen… *g* [↩]
bis zum jetzigen Zeitpunkt ist sie es immer noch nicht [↩]
bei einigen überlasteten Barcamps gab es da Probleme, die so aussahen, dass man nach dem Wechsel von Amiando zu Paypal nicht mehr zurück zu Amiando kam [↩]
beispielsweise werden automatisch keine Rechnungen verschickt [↩]
Muss mich Jens leider anschließen. Das heute morgen war ziemlich großer Mist, obwohl es durch eine Vorankündigungen gut angefangen hat.
Vor allem, dass wir lange Zeit (ja wir reden nur von 20 Minuten, aber das ist sehr lange, wenn man alle 30 Sekunde auf F5 drückt) im Unklaren gelassen wurden.
Warum gab es kein Tweet à “Sorry Leute, wir haben Probleme, Tickets gibt es erst Dienstag um 10 Uhr.”, dann hätten zwar etliche gemotzt, aber die gibt es immer.
Durch die Nicht-Information wurden einige User ganz kreativ und stießen so auf die falsche Veranstaltung bei Amiando. Und schnell machte die die Runde.
Ich war auch misstrauisch über die seltsame Plattform, bezahlt hab ich dann aber trotzdem. Wenigstens das hat bei mir über die Mastercard problemlos geklappt.
Aber bis ich den Weiter-Button gefunden hatte…. boaa..
Und warum man die spärlichen Infos auf netzpolitik.org gepostet hat und nicht auf der #rp12-Seite, das habe ich auch noch nicht so ganz kapiert…
(bevor jetzt einer klugscheißt, ja ich weiß, wer netzpolitik.org betreibt, aber es bleibt trotzdem unlogisch *g*)
Ich bin ja weiterhin sowieso dafür, gar keine early bird Tickets anzubieten um so ein Chaos zu vermeiden und dafür ermäßigte Karten für z.B. Studenten ins Programm zu nehmen. Sag ich auch jetzt wo ich keiner mehr bin.
@mahrko (1):
Ja, insgesamt war es Mist und ich vermisste auch ehrlich gesagt ein wenig Verständnis für den Unmut. Dafür konnte man dann Tage später von einem “grandiosen Start” (oder so ähnlich) lesen. Für mich eher ein grandioser Fehlstart.
Du hast auch völlig recht – das ganze gehört auf die offizielle Seite und nicht auf die Seite, die zufälligerweise ein rp-Macher auch noch betreibt.
@Ralph (3):
Man konnte das im Bestellprozess angeben, dass man das so will. Dann konnte man sich das Teil herunterladen.
Nachträglich scheint das wohl nicht mehr zu gehen.
@Andreas (4):
Mist, jetzt kann man Dir ja gar nicht vorwerfen, dass Du das schreibst, weil Du Student bist.
@Ralph (3) & @ Jens,
Ach Mist, das mit Passbook hab ich grade gesucht. aber wird wohl auch gehen, wenn man das normale PDF am Smartphone zeigt und der barcode gescannt wird.
Muss mich Jens leider anschließen. Das heute morgen war ziemlich großer Mist, obwohl es durch eine Vorankündigungen gut angefangen hat.
Vor allem, dass wir lange Zeit (ja wir reden nur von 20 Minuten, aber das ist sehr lange, wenn man alle 30 Sekunde auf F5 drückt) im Unklaren gelassen wurden.
Warum gab es kein Tweet à “Sorry Leute, wir haben Probleme, Tickets gibt es erst Dienstag um 10 Uhr.”, dann hätten zwar etliche gemotzt, aber die gibt es immer.
Durch die Nicht-Information wurden einige User ganz kreativ und stießen so auf die falsche Veranstaltung bei Amiando. Und schnell machte die die Runde.
Ich war auch misstrauisch über die seltsame Plattform, bezahlt hab ich dann aber trotzdem. Wenigstens das hat bei mir über die Mastercard problemlos geklappt.
Aber bis ich den Weiter-Button gefunden hatte…. boaa..
Und warum man die spärlichen Infos auf netzpolitik.org gepostet hat und nicht auf der #rp12-Seite, das habe ich auch noch nicht so ganz kapiert…
(bevor jetzt einer klugscheißt, ja ich weiß, wer netzpolitik.org betreibt, aber es bleibt trotzdem unlogisch *g*)
LG Marco
[...] Umland: re:publica 2013: In/Side/Out – und die Probleme mit den Tickets…Pottblog [...]
Mal so nebenbei: Wie habt ihr denn dieses komische Paylogic Ticket in euer Passbook bekommen?
Ich bin ja weiterhin sowieso dafür, gar keine early bird Tickets anzubieten um so ein Chaos zu vermeiden und dafür ermäßigte Karten für z.B. Studenten ins Programm zu nehmen. Sag ich auch jetzt wo ich keiner mehr bin.
@mahrko (1):
Ja, insgesamt war es Mist und ich vermisste auch ehrlich gesagt ein wenig Verständnis für den Unmut. Dafür konnte man dann Tage später von einem “grandiosen Start” (oder so ähnlich) lesen. Für mich eher ein grandioser Fehlstart.
Du hast auch völlig recht – das ganze gehört auf die offizielle Seite und nicht auf die Seite, die zufälligerweise ein rp-Macher auch noch betreibt.
@Ralph (3):
Man konnte das im Bestellprozess angeben, dass man das so will. Dann konnte man sich das Teil herunterladen.
Nachträglich scheint das wohl nicht mehr zu gehen.
@Andreas (4):
Mist, jetzt kann man Dir ja gar nicht vorwerfen, dass Du das schreibst, weil Du Student bist.
@Ralph (3) & @ Jens,
Ach Mist, das mit Passbook hab ich grade gesucht. aber wird wohl auch gehen, wenn man das normale PDF am Smartphone zeigt und der barcode gescannt wird.