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Jens Matheuszik — 23. April 2011, 09:23 Uhr

iPhone, iPad & Android-Smartphones speichern ortsbezogene Daten – und für einige geht die Welt unter


Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass das Apple iPad und das Apple iPhone Bewegungsprofile speichern. Ich las zuerst im Spreeblick-Beitrag “Ich weiß wo Dein Haus wohnt” – iOS speichert Bewegungsdaten davon und natürlich dominierte in den klassischen Medien (Apple gerät unter Erklärungsdruck) die Aufregung.

Aber nicht nur dort, so berichtete beispielsweise Blogger und Journalist Richard Gutjahr vom (Selbstversuch mit dem) StasiPhone und der Mac-Software iPhoneTracker, die die Bewegungsdaten auswertet und brachte damit eine reißerischere Schlagzeile als es manche Boulevard-Zeitungen gemacht hätten.

Notiz am Rande: Via stadt-bremerhaven.de bin ich auf den Link zur Windows-Version des iPhoneTrackers aufmerksam geworden.

Ich habe den iPhone-Tracker auch benutzt und das Ergebnis sieht bei mir wie folgt aus:

Das ist die Woche, in der ich zur re:publica XI nach Berlin gefahren bin. Was man auch relativ gut erkennen kann – spätestens die Funklöcher im Osten zwischen Wolfsburg und Berlin sind ja ein untrügliches Zeichen, dass man sich auf der ICE-Strecke zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin befindet. ;)

Die Ergebnisse sind übrigens nicht wirklich einwandfrei – beispielsweise habe ich keinen Eintrag in Olfen gefunden, obwohl ich definitiv in dieser Woche auch noch (anfangs) in Olfen war. Und ja, in Olfen hat man kein Funkloch…

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich vertrete auch die Meinung, dass hier eher Panikmache betrieben wird (siehe auch: Liebe Panikmacher, ich hasse Euch!) und außerdem handelt es sich bei dem Location-Cache auch nicht um eine Neuigkeit. Ansonsten verweise ich noch auf den dazu gehörigen fscklog-Beitrag.

Die Daten, die die iOS-Geräte sammeln, werden beispielsweise von den Telekommunikationsanbietern auch gespeichert – und können dabei auch von staatlicher Seite genutzt werden (ein sehr anschauliches und erschreckendes Beispiel kann man im Lawblog lesen).

Die lokal auf dem iPhone und auf dem mit dem iPhone verbundenen Backup-Rechner gespeicherten Daten, die – jedenfalls gibt es dafür keinerlei Anzeichen bisher – nicht an Apple übersendet werden – ermöglichen es dadurch, dass man selber auch auf die Daten zugreifen kann.

Auch Android betroffen…

Anfangs gab es bei Nutzern des Handy-Betriebssystems Android (von Google) etwas Häme über die entsprechenden Berichte. Doch auch dort gibt es eine entsprechende Funktion, wie bei netzpolitik.org (Hidden Feature in Android: Peilsender) und – sehr reißerisch – bei t3n (Schlimmer als Apple: Android speichert Deine(!) Location auf Schritt und Tritt) berichtet wird.

Übrigens: Mit dem Mac-Programm MyPhoneTracker kann man nicht nur die iOS-Ortsdatenbanken, sondern auch die von Android-Geräten laden.


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