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Jens Matheuszik — 29. September 2006, 14:42 Uhr

Die Telekom und ihr DSL-Pauschalpaket (VII): Doch noch drahtlos in Bochum!


T-Online DSL KomplettpaketWie vielleicht durch diverse Blogeinträge bekannt, habe ich das T-Online DSL Komplettpaket für die neue Wohnung. Dabei handelt es sich anscheinend um ein produktgleiches Angebot zum aktuellen DSL-Angebot der Telekom bzw. T-Com namens Pauschalpaket für Deutschland.

Darüber hatte ich mich ja schon ein wenig ausgelassen:

Gerade letzteres, die nicht vernünftige VoIP-Implementation störte mich sehr – bis gestern!

Kein funktionierendes WLAN!
Denn gestern stellte sich heraus, daß eine weitere, nicht gerade unwichtige Sache nicht vernünftig funktioniert: das WLAN. Dafür das ich gerade das WLAN haben wollte ist das natürlich schlecht.
Ich hab gestern rund drei Stunden konfiguriert, installiert, neu gestartet usw.usf. aber es war dem WLAN-Router (dem Modell Speedport W500V) zum Verrecken nicht beizubringen mit meinem Notebook und der dazugehörigen Siemens-WLAN-Karte Kontakt aufzunehmen. Dazu muß ich vielleicht ergänzend sagen, daß ich schon einige drahtlose Netze aufgebaut und konfiguriert habe und das ganze eigentlich immer ohne Probleme klappte. Meistens handelte es sich dabei um Netzwerke mit einer Fritzbox als WLAN-/DSL-Router.

Mit dem Speedport W500V hatte ich jedoch arge Probleme:
Das Notebook bzw. die WLAN-Karte fand zwar immer das dazugehörige Netzwerk, zeigte es jedoch als Ad hoc-Netzwerk an, mit dem es sich dann auch verband. Jedoch war mir eigentlich bekannt, daß für ein WLAN-Netz das Netz am besten im Infrastruktur-Modus sein sollte und nicht eben im “ad hoc”-Modus, der an und für sich nur für Direktverbindungen von zwei PCs gedacht ist.
Daher wunderte es mich nicht sehr, daß das drahtlose ad hoc-Netz nicht funktionierte. Die zugewiesene IP-Adresse stammte nicht aus dem vordefinierten Adressraum, das Gateway stimmte nicht usw.usf.

Also suchte ich die Möglichkeit das ganze auf Infrastruktur umzustellen und experimentierte einige Stunden – so lange bis es hier zu dunkel wurde (die Deckenlampen müssen noch vom Boden an die Decke – und angeschlossen werden).

Service der Telekom
Einige Zeit bevor es dunkel wurde, ich war gerade schon über eine Stunde am Experimentieren, überlegte ich mir, mal die Hotline zu kontaktieren, da auch ausgiebiges Handbuchstudium und Webrecherche (über das LAN-Kabel…) nicht halfen. Bzw. die Internet-Recherche bei der Telekom ergab dann Seiten wie diese, auf der so Sachen wie

“Stellen Sie den Router auf den Infrastruktur-Modus ein.”

stehen. Genau das wollte ich ja, wußte nur nicht wie. Also rief ich bei der Hotline an und wurde (für 12 ct/Minute) erstmal mit einem Sprachcomputer verbunden, dem ich den Namen Speedport W500V sagen mußte. Irgendwann hatte er das auch verstanden und ich wurde mit der entsprechenden Abteilung verbunden. Dort stellte die Ansage jedoch nach ungefähr einer halben Minute (ca. 6 ct also) fest, daß alle Leitungen belegt sind – und es wurde zwangsaufgelegt. Ich probierte es wieder, hatte wieder die Aussprachespielereien mit dem Sprachcomputer und das Spiel begann kostenpflichtig von vorne.
Irgendwann dann hatte ich (meine Aussprache muß nach dem vierten oder fünften “Spihdport Weh-Fünfhundert-Pfau” gelitten haben) sogar eine menschliche Person am Apparat, der ich dann noch einmal den Produktnamen sagen mußte, bevor sie mich verbinden konnte. Gleiches Spiel wie vorher…

… irgendwann dann hatte ich keinen Bock mehr, denn ich war zwar inzwischen in einer Warteschleife gelandet, wo man mich nicht zwangsweise aus der Leitung schmiss, dafür hörte ich für 12 ct/Minute nur was vom Band. Parallel loggte ich mich dahher in den Service-Chat der Telekom ein, wo ich gleich erstmal meine T-Online-Nummer herausgeben mußte. Ich weiß zwar nicht, was das mit der Konfiguration zu tun hat, aber gut.
Ich saß also parallel am PC im Chat mit der Servicemitarbeiterin der Post und am Telefon in der Warteschleife. Anscheinend hatte die T-Chatterin noch andere Servicechats denn sie reagierte etwas träge und antwortete gerne mit Textbausteinen, wie z.B. (sinngemäß): “Vielen Dank, ich werde das für Sie nachschauen!”.

Ein Mensch! Ein echter Mensch an der Hotline!
Dann endlich hatte ich einen Menschen am Apparat – und auch einen, der mir an und für sich weiterhelfen sollte (im Gegensatz zu der menschlichen Vermittlung ca. 20 Minuten vorher). Dem Techniker schilderte ich mein Problem (nur “ad hoc”, kein “Infrastruktur”) und der meinte es würde doch auch mit ad hoc gehen. Ich sagte ihm, daß es mir eigentlich egal wäre, in welchem Modus der Router läuft – wenn er denn laufen würde. Aber das tut er ja momentan nicht richtig und meines Wissens müßte man da ein Infrastruktur-Netzwerk für haben. Dem Techniker war das unbekannt, das würde auch ad hoc laufen und wieso ich unbedingt Infrastruktur haben möchte. Ich verwies ihn dann sogar auf den obigen Link der Telekom, wo das ja sogar explizit stand. Und dann… dann plötzlich war er weg, die Leitung tot! Da ich ihn nicht mehr sprechen konnte hier jetzt – ganz persönlich für den Telekom-Techniker – meine letzten Worte dazu:

Entschuldigung Sie bitte, daß ich es gewagt habe an der Hotline eine andere Meinung zu vertreten als Sie, lieber T-Com-Techniker! Deswegen müssen Sie aber nicht gleich auflegen!

Zwischenzeitlich hatte die T-Chatterin ihre anderen Chats wohl beendet, denn sie antwortete schneller – und widersprüchlicher. Einmal verwies sie mich dann auf das Handbuch Seite 6, wo die Internet-Telefonie vorgestellt wurde, dann erklärte sie mir, daß man auch im Internet was finden würde und außerdem der Router nur “ad hoc” könne. Dann kopierte sie mir einen Link zu einer Telekom-Seite – und natürlich, war es wieder diese, wo ja deutlich etwas von Infrastruktur steht…

… auf diesen Widerspruch aufmerksam gemacht, kam dann ein neuer Textbaustein, wonach man mit der Netzwerkkonfiguration nicht aushelfen könne. Mir ging es aber ja nicht um eine genaue Netzwerkkonfiguration via Telefon/Internet, ich wollte nur eine Sache wissen.

Langer Rede (bzw. Chat), kurzer Sinn: Sie konnte mir auch nicht aushelfen, im Rahmen des Chats sagte sie mir, daß sie mir jetzt sofort eine eMail mit detaillierten Anweisungen schickt (die bis heute nicht da ist; obwohl ich schon 10 Minuten danach erklärte, daß die Mail noch nicht da ist) – und insgesamt ist dieser Chat für den Eimer gewesen. Am schönsten fand ich die inhaltlichen Widersprüche – leider habe ich das Chatprotokoll nicht aufbewahrt, denn ich wollte nur noch das Notebook ausmachen und nach Hause fahren.

Zuhause dann loggte ich mich bei den WebSozis im Forum ein und schilderte mein Problem, in der Hoffnung, daß sich da jemand ggf. auskennt – denn die Jungs und Mädels dort haben nicht nur Ahnung von Politik, sondern auch von Internet, der Technik dahinter u.a. Dingen.

Reinhard, auch im Arbeitskreis sozialdemokratischer Männer (ASM), konnte mir dann auch helfen. Es lag anscheinend (verständlich ist es für mich nicht wirklich) daran, daß ich das drahtlose Netzwerk unter Windows XP falsch konfiguriert hatte. Im Router habe ich die Option WPA / WPA2 mit Pre-shared key unter Sicherheit ausgewählt und bei XP unter den Eigenschaften des drahtlosen Netzwerkes muß man bei Netzwerkauthentifizierung WPA-PSK angeben und bei Datenverschlüsselung AES – dann klappt es.
Mit den anderen möglichen Kombinationen (ich hatte nachher sogar nur WEP oder gar unverschlüsselt es probiert) klappte es nicht, doch mit der oben angegebenen Lösung geht es jetzt – und ganz schnell wurde aus dem “ad hoc”- auch ein “Infrastruktur”-Netzwerk. :)

Insofern mag es ggf. ein Fehler von mir gewesen sein – nichtsdestotrotz sollte die Telekom sich mal ihre Servicekräfte etwas besser einweisen. Eine Aussage, daß das Speedport W500V nur im ad hoc-Modus arbeitet ist nun mal definitiv falsch.


2 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Eike @ 11. Oktober 2006, 21:09 Uhr

    Hi, ich hab das selbe Problem und hab langsam ein richtigen Hass auf den Router. Der erste ist nach 4h Betrieb durchgebrannt und nach 2 Tagen kam dann ein Ersatzgerät, doch hät ich gewusst, dass Wlan sone Probleme macht, hät ich das Ding garnicht erst angenommen. Deine Anleitung ist die erste, die ich gefunden hab und die sich genau mit meinem Problem beschäftigt. Ich bin so vergegangen wie du, jedoch kann ich bei der Windows Netzwerkauthentifizierung garkein WPA einstellen, da ich, bevor ich mich mit den Router verbinden will, Windows Wlan Manager ein Password verlang, und jedesmal rummeckert, wenn ich mein WPA Password eingebe. Total sinnlos und zum verrückt werden. Kannst du evtl. einige Bilder hinzufügen, damit ich besser weiß, was zu tun ist und in welcher Reihenfolge ?
    Danke


  2. (2) Kommentar by Jens @ 11. Oktober 2006, 21:18 Uhr

    @Eike:
    Ich kann es nicht versprechen, aber ich versuch es mal (frühestens jedoch morgen oder gar Samstag).


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